Das Land NRW hat Haltern knapp zwei Millionen Euro zur Unterstützung der Kitas überwiesen

mlzKita-Finanzspritze

Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) wird reformiert. Bis das beschlossen ist, werden Kindergärten finanziell unterstützt, um ihre Qualität zu sichern. Auch Haltern profitiert.

Haltern

, 04.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Landesregierung in NRW hat ein Kita-Rettungspaket aufgelegt und ein Übergangsgesetz beschlossen, um die Kindergärten im Land bis zum Beschluss eine neues Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) zu unterstützen. Die Stadt Haltern hat aus beiden Programmen insgesamt knapp zwei Millionen Euro erhalten.

„Ich freue mich, dass das Jugendamt in Haltern am See 1.033.981 Euro aus dem Kita Rettungspaket für 2017/2018 und 809.949 Euro aus dem Übergangsgesetz für 2019/2020 erhalten hat“, schreibt dazu der Halterner CDU-Landtagsabgeordneter Josef Hovenjürgen. „Die zusätzlichen Mittel gewährleisten die Qualität in den Kindertagesstätten, bis das neue KiBiz die Kitalandschaft zukunftssicher aufstellt.“

Verteilung in Haltern

Das Geld ist bereits in Haltern angekommen, das bestätigt Stadtsprecher Georg Bockey. „Es geht nicht nur an die städtischen Einrichtungen, sondern wird von uns nach einem Schlüssel an alle Träger verteilt, die in Haltern Kindertageseinrichtungen betreiben.“ Die Kindergärten würden aus Elternbeiträgen und Landesmittel finanziert, so Georg Bockey: „Trotzdem müssen wir zurzeit pro Kind und Jahr etwa 3000 Euro zuschießen.“

Erzieher sind der wichtigste Faktor

Das neue KiBiz soll vom Landtag bis Ende des Jahres beschlossen werden. Bis dahin sei es wichtig, die Rahmenbedingungen für qualitativ gute frühkindliche Bildung und Betreuung zu sichern, so Josef Hovenjürgen. Der wichtigste Faktor dafür seien die Erzieherinnen und Erzieher. „Mit dem Geld schaffen wir die Grundlage dafür, dass die qualifizierten Beschäftigten ihre Arbeit für die Kinder und Familien in NRW verlässlich fortsetzen können“, so der Landtagsabgeordnete weiter.

Neues Gesetz für das Kita-Jahr 2020/21

Das KiBiz ist die Finanzierungsgrundlage der Kitas in Nordrhein-Westfalen. Die Reform, basierend auf einem Entwurf von CDU und FDP, soll für das Kindergartenjahr 2020/21 in Kraft treten.

Das Rettungspaket von einer halben Milliarde Euro hatte die Landesregierung 2017 auf den Weg gebracht, in einem zweiten Schritt wurde das Übergangsgesetz beschlossen, das die Kitas in NRW noch einmal mit 450 Millionen Euro unterstützt. Mit dem neuen KiBiz sollen dann jährlich zusätzlich 1.3 Milliarden Euro in das System der Kindertagesbetreuung investiert werden.

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