Demonstration der Antifa

HALTERN „Antifa Haltern“ demonstrierte gegen die Schlesierwallfahrt am Sonntag auf dem Annaberg. Die Demonstration war beantragt und genehmigt.

von Von Elke Rüdiger

, 20.07.2008, 16:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lautstark hallte das Gegröle „Nieder mit Deutschland – für den Kommunismus“ durch die Straßen der Innenstadt. Über die Holtwicker und Koeppstraße ging es zur Turmstraße, über den Disselhof und die Mühlenstraße auf den Marktplatz. Per Lautsprecher machte Antifa auf den Hintergrund ihrer Demo aufmerksam: „Gegen jeden Geschichtsrevisionismus und Nationalismus“, sie erklärten „Krieg den deutschen Zuständen“. Und ernteten bei den Stadtbesuchern alles andere als Sympathie. „Das muss ich mir nicht antun.“ – „So was hier? Dann ist Haltern für mich gestorben. Komm, wir fahren nach Hause“, forderte eine 54-jährige Besucherin ihren Begleiter auf, die Stadt zu verlassen. 

Auch am Bahnhof hatten sich die Passanten bei der Auftakt-Kundgebung irritiert gezeigt, reagierten mit Unverständnis, kritisierten „dass man so was auch noch genehmigt“, aber gleich mit der Einschränkung Richtung Polizei „Ihr könnt da ja nichts für.“ Die aber teilte nach Demonstrations-Ende mit: „Alles verlief friedlich.“ Und vor allem sehr zügig. Auch die alarmierten Kräfte der Einsatzhundertschaft konnten unverrichteter Dinge nach Hause fahren. Laut Antifa-Ankündigung sollte ein Abschluss gegen 15.30 Uhr am Bahnhof stattfinden, zu dem Zeitpunkt wurden heimfahrende Wallfahrer erwartet. Mit dem Hinweis auf „früher fahrende Züge“ verabschiedeten sich die Demonstranten über eine Stunde früher – und fuhren in ihre Heimat. 

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