Der Förderverein Klara Hospiz aus Marl kann auch auf Unterstützung aus Haltern zählen

Neues Hospiz

Im Sommer soll ein Hospiz in der Nachbarschaft zur Paracelsus-Klinik in Marl gebaut werden. Der Förderverein stellte das Vorhaben im Rathaus vor, denn aus Haltern kommt viel Unterstützung.

Haltern

, 03.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Ulrike Bertlich ist Vorsitzende des Fördervereins Klara Hospiz.

Dr. Ulrike Bertlich ist Vorsitzende des Fördervereins Klara Hospiz. Sie kam mit Vorstandsmitgliedern ins Halterner Rathaus, um das Vorhaben vorzustellen. © Jürgen Wolter (Archiv)

Der Förderverein Klara Hospiz baut für Marl und Umgebung ein stationäres Hospiz in direkter Nachbarschaft zur Paracelsus-Klinik am Lipper Weg. Hier erhalten schwerstkranke Patienten im Angesicht einer unheilbaren Krankheit die bestmögliche Lebensqualität, hier werden ihnen Schmerzen und Angst genommen werden. „In unserem Haus soll ein Leben in Würde und ein Sterben ohne Angst gelingen“, heißt es auf der Internetseite des Fördervereins. Vorsitzende Dr. Ulrike Bertlich sowie die Vorstandsmitglieder Wilhelm Grothus sowie Christa Röwer waren jetzt Gäste im Halterner Rathaus.

Andachtsbesucher spenden 1100 Euro für das neue Hospiz

Sie hatten Gelegenheit, im Ausschuss Generationen und Soziales ihr Vorhaben vorzustellen. Dass sie nach Haltern kommen, ist nicht unbegründet. Schon vielfach ist für das Klara Hospiz gesammelt worden - in besonderen Gottesdiensten oder auch bei der musikalischen Andacht in St. Lambertus Lippramsdorf beispielsweise. 1100 Euro Erlös nahm der Förderverein nach dieser Andacht Anfang Januar entgegen.

Im Sommer wird voraussichtlich Baustart auf dem rund 5000 Quadratmeter großen städtischen Grundstück sein. „Dieses Haus für zehn Bewohner ist nicht nur für Marler Bürger gedacht, auch für Menschen aus der Umgebung, also auch aus Haltern am See“, machte Dr. Ulrike Bertlich deutlich. Um mit dem etwa 3,5 Millionen Euro teuren Projekt beginnen zu können, fehlt dem Verein allerdings noch etwa eine Million Euro.

Die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen

Immerhin hat der Förderverein Clara Hospiz aktuell bereits 1000 Mitglieder, die für das Spendenaufkommen mit verantwortlich sind. Auch später nach Fertigstellung des Hauses sind Spenden unerlässlich.

Das ebenerdige Hospiz wird über zehn wohnlich eingerichtete Einzelzimmer mit eigenen Bädern, Terrassen zum Garten und Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige und Nahestehende verfügen. 20 spezialqualifizierte Mitarbeiter werden mit etwa 30 Ehrenamtlichen die Bewohner rund um die Uhr betreuen. „Das Klara Hospiz ist ein Haus der Begegnung. Hier soll ein regelmäßiger Austausch zwischen Gästen, Angehörigen und Bürgern stattfinden“, führte Dr. Bertlich zum Konzept aus. Es solle auch als Ort des öffentlichen Lebens wahrgenommen werden.

Wer mehr wissen möchte, erhält auf der Internetseite (www.klara-hospiz.de) weitere Informationen.

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