Philipp Sebbel freut sich über den ersten Spargel auf den Feldern des Obst- und Spargelhofes. © Jürgen Wolter
Spargel

Der Halterner Spargel ist da – diesmal macht Corona keine Probleme

Jetzt sprießt er: Auch in Haltern hat ab Ostern die Spargelernte begonnen. War sie im Vorjahr noch wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie gefährdet, gibt es diesmal keine Probleme.

Am Karfreitag konnten die ersten Stangen Spargel in Haltern geerntet werden. „Das war aber zunächst nur eine Handvoll“, sagt Karl-Ernst Sebbel vom Spargel und Obsthof Sebbel. Allmählich steigern sich aber die Erträge.

„Der Spargel kommt immer früher“, sagt Philipp Sebbel, Juniorchef das Hofes am Rand der Lippe zwischen Flaesheim und Hullern. „So früh wie in diesem Jahr war er noch nie da“. Auch die kühlen Temperaturen Anfang April und die strenge Frostphase im Februar hätten das Wachstum nicht verzögert. „Frostphasen im Februar sind normal“, sagt Philipp Sebbel. „Das macht dem Spargel normalerweise nichts aus.“

Spargel mag kein Aprilwetter

Auf rund 15 Hektar wächst Spargel auf den Feldern des Hofes Sebbel. Er entwickelt sich unter zwei Folien, die die Wärme speichern und das Wachstum beschleunigen. Externe Heizquellen nutzt der Hof Sebbel nicht.

Vater und Sohn Sebbel bescheinigen dem Spargel eine gute Qualität. „Was er nicht mag, ist wechselhaftes Aprilwetter mit abwechselnder Wärme und Kälte“, sagt Philipp Sebbel. „Dann kann es passieren, dass die Stangen hohl werden. Aber so schlimm war es in diesem Jahr nicht, bisher ist die Qualität in Ordnung.“

Vor einem Jahr hatten die Spargelbauern große Sorgen, weil die Erntehelfer aus Osteuropa – auf dem Hof Sebbel arbeiten Spargelstecher aus Rumänien – wegen der beginnenden Corona-Pandemie zeitweise nicht einreisen durften. „Das war das reine Chaos“, erinnert sich Philipp Sebbel.

Erntehelfer dürfen einreisen – mit Corona-Test

In diesem Jahr gibt es das Problem zum Glück nicht. „Inzwischen ist alles gut organisiert“, sagt Philipp Sebbel. „Die Erntehelfer müssen sich über ein Online-Portal anmelden und werden dort registriert. Sie müssen bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, sonst dürfen sie nicht kommen.“ Das werde von den Gesundheitsämtern kontrolliert. Dem Spargelgenuss steht also ab jetzt nichts mehr im Wege.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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