Der Reiterhof Budde: Ein Bauernhof im Familienbesitz mit 60 Isländern

mlzWir erklären die Reiterhöfe

Haltern bietet mit seiner Natur für Pferdeliebhaber und Sportler fast unbegrenzte Möglichkeiten. Wir stellen die Reiterhöfe der Region in vielen Bildern vor. Heute: der Hof Budde.

Haltern

, 26.02.2019, 12:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Reiterhof Budde ist ein Bauernhof im Familienbesitz. Georg Budde ist mit 60 Jahren immer noch aktiv. Er plant die Betriebsabläufe und setzt sie um. Seine Tochter Janina kam nach dem Literaturstudium und einer Verlagsanstellung wieder auf den elterlichen Hof zurück und kümmert sich heute um Marketing und die Geschäftsführung. „Hier habe ich den schönsten Job der Welt“, sagt sie.

Zweites Standbein Ponyreiten

Zu Beginn der 90er Jahre baute die Familie neben der Landwirtschaft ein zweites Standbein mit Ponyreiten auf. Später kamen dann auch erste Pensionspferde dazu

und die die ersten Reiterferien wurden angeboten. „Die erste Gruppe von acht Kindern wurde damals noch von Oma Maria versorgt“, erzählt Budde. Dieses Angebot wurde immer weiter ausgebaut. Aktuell verzeichnet der Hof rund 1000 Übernachtungen im Jahr. 200 bis 300 Reitschüler werden jede Woche von den Fachkräften betreut. Dabei erleben schon Kinder ab 5 Jahren den sicheren Einstieg auf den kleinen Pferden.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Wie erklären den Reiterhof Budde

Wir stellen den Reiterhof Budde vor. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke.
26.02.2019
/
Das Futterlager© Horst Lehr
Das Gästehaus© Horst Lehr
Die große Reithalle© Horst Lehr
Der Großpferdestall© Horst Lehr
Einer der 60 Isländer auf dem Hof Budde.© Horst Lehr
Der Hof Budde ist bekannt für seine Island-Pferde.© Horst Lehr
Janina Budde mit dem Glücksfohlen, das kurz vor Ende des Zuchtbetriebs noch zur Welt kam.© Horst Lehr
Janina Budde mit Harvey© Horst Lehr
Ein Longierzierkel© Horst Lehr
Eine Schützhütte für Pferde© Horst Lehr
Ein Offenstall am Hof© Horst Lehr
Ein Offenstall mnit einer Solaranlage© Horst Lehr
Der Ponystall und das Winterquartier© Horst Lehr
Die Sattelkammer© Horst Lehr
Der Außenbereich am Offenstall© Horst Lehr
Der Außenreitplatz© Horst Lehr
Die umliegenden Weideflächen um den Hof Budde.© Horst Lehr
Schlagworte Information

Auf der großräumigen Anlage stehen die Pferdeherden, getrennt nach Stuten und Wallachen, in vier Offenställen. Auf dem Hofgelände gibt es noch zusätzliche Groß- und Einzelboxen. Gästehaus, Hofladen, Hengststall, Sattelkammer und eine Scheune sind um einen alten Brunnen herum angeordnet. Überdachte Anbindeplätze, eine Schaukel, eine Wippe für Kinder und der Großpferdestall sowie ein Solarium für Pferde und die Haferstation ergänzen das Angebot.

Mitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

An den Offenstall grenzen die Wiesen und Weiden und für den Reitunterricht stehen zwei Reithallen, eine große 200 Meter Ovalbahn, eine kleine 75 Meter Ovalbahn, ein Außenplatz und drei Longierzirkel zur Verfügung. Hier bieten Reitlehrer den Reitschülern aller Altersklassen beste Startvorrausetzungen. Alle Plätze können mit einer Flutlichtanlage beleuchtet werden. Der Hof ist Mitglied der Deutsche Reiterlichen Vereinigung (FN) und ist Mitglied im VFD, dem größten Netzwerk für Freizeitreiter und Freizeitfahrer speziell für Kinder zertifiziert.

Das Alleinstellungsmerkmal des Hofes sind die Island-Pferde. Im Jahr 2000 entschloss sich die Familie den Pferdestamm zu erneuern und schaffte die ersten „Isländer“ an. Diese Entscheidung war gut überlegt, denn man wollte damit die Besonderheit der Rasse für den Betrieb nutzen. Isländer sind besonders sichere Pferde, leicht in der Führung und robust.

Drei klassische Grundgangarten

Sie können neben den drei klassischen Grundgangarten auch noch Tölt und Pass laufen und werden etwa 130 Zentimeter groß. Vom Wesen her sind sie charakterfest und sehr nervenstark. In Situationen, in denen die meisten Pferde schon flüchten wollen, bleiben sie ruhig und vertrauen ihrem Reiter.

Der Reiterhof Budde: Ein Bauernhof im Familienbesitz mit 60 Isländern

Janina Budde, hier mit Harvey, arbeitet auf dem elterlichen Hof. © Horst Lehr

Zum Schutz der Tiere herrscht auf dem Reiterhof dennoch eine Gewichtsbegrenzung von 80 Kilogramm. „Das sind einfach Pferde ohne Knall im Kopf“, sagt Janina lachend. Nach rund 15 Jahren Zucht mit eigenen Hengsten stehen heute auf dem Hof rund 60 Isländer und einen stetig wachsenden Stamm aus Dartmoor-Ponys. Als der Zuchtbetrieb 2015 eingestellt wurde, kam das letzte Fohlen noch ganz überraschend im Januar zur Welt.

Höhepunkt des Jahres ist die Fuchsjagd

Auf der gesamten Anlage dürfen die Pferde ganz naturbelassen ohne Eisen laufen. Der alljährliche Höhepunkt ist die im Herbst stattfindende Fuchsjagd. 2010 noch mit der „Beagle Meute Münsterland“ bei der Schleppjagd unterwegs beteiligt sich der Reiterhof schon seit Jahren an der Fuchsjagd vom Görtzhof. Rund 50 Reiter schickt der Hof Budde mittlerweile ins Rennen um den Fuchschwanz des Fuchsmajors.

Janina Budde betont besonders die Hofphilosophie, die aus den drei Grundpfeilern Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit und Lebensfreude besteht. So beruhen die einzelnen Systeme des Betriebes auf ganzheitlichen Kreisläufen. Dazu zählt die Kompostherstellung zur Düngung der Weiden. Die Vierbeiner bekommen Einstreu und Futter aus eigenem Anbau. Wasser kommt aus dem eigenen Brunnen und die Solaranlage auf dem Stalldach dient der Stromerzeugung.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt