Die Rekumer Straße am Samstag um 10.30 Uhr. © Schrief
Vor möglichem Lockdown

Der Samstag vor dem 3. Advent in Haltern: „Eine gewisse Hektik“

Ein neuer, harter Corona-Lockdown kündigt sich an. Führte diese Ankündigung vor dem 3. Adventssamstag zu überfüllten Einkaufsstraßen in Haltern? Wir haben uns umgeschaut.

Wer jetzt noch keine Weihnachtsgeschenke hat, muss sich unter Umständen sputen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kündigt angesichts steigender Inzidenzzahlen via Twitter an: „Die nächsten Tage werden noch einmal Tage der Entbehrung sein.“ Er will den Lockdown spätestens am Mittwoch (16. Dezember). Die Ordnungsdienste der Halterner Stadtverwaltung waren für einen Ansturm am Samstag (12. Dezember) gewappnet.

„Heute spüre ich eine gewisse Hektik“, sagt Buchhändlerin Anne Heine-Hagen. Obwohl die Stadt kaum voller war als an den vergangenen Samstagen zuvor. In den letzten Tagen und auch an diesem Samstag ist die Buchhandlung am Alten Markt stark frequentiert, Kunden warten draußen umsichtig in einer Schlange auf den Zutritt. „Die letzten eineinhalb Wochen vor Weihnachten sind für uns die umsatzstärksten des Jahres“, erzählt Anne Heine-Hagen. Dass jetzt wieder ein Lockdown kommen soll, sieht sie mit gemischten Gefühlen.

Lieferservice und eine Packstation an der Ladentür

Sie gehöre sicherlich nicht zu den großen Verlierern der Corona-Krise, aber auch sie müsse sehen, ob das Polster reiche. Wie schwer es die Einzelhändler letztlich treffe, könne noch keiner so wirklich einschätzen. Aber die Buchhandlung Kortenkamp rüstet sich. Es gibt wie beim ersten Lockdown einen Lieferservice, außerdem wird vor der Eingangstür eine Packstation aufgebaut, in der bestellte Bücher zwecks Abholung deponiert werden. „Zum Glück haben die Halterner in dieser Corona-Krise viel Freude am Lesen“, stellt Anne Heine-Hagen fest.

In der Merschstraße bildeten sich vor einigen Geschäften Warteschlangen. © Schrief © Schrief

Schlangen bilden sich auch auf der Merschstraße vor „Bilkenroth Schenken & Genießen“, vor dem Halterner Teeladen „Tee am See“ und vor der Stoffzentrale. Ebenso stehen Kunden vor den Parfümerien auf der Rekumer Straße an.

„Ich weiß nicht, ob die Entscheidung für den Lockdown richtig ist, aber uns bleibt nichts anderes übrig, als ihn zu akzeptieren“, sagt eine wartende Besucherin der Innenstadt. Eine andere wundert sich über die Gelassenheit und Freundlichkeit, mit der Menschen in der Innenstadt so kurz vor der möglichen Schließung der Läden bis zum 10. Januar unterwegs sind.

Kaufleute sind noch zurückhaltend mit einer Meinung

Hochkonjunktur haben die Friseure, weil jeder gut frisiert am Weihnachtsbaum stehen möchte. Ein spontaner Termin war am Samstag nicht mehr zu kriegen.

Die Kaufleute waren dankbar für jedes Geschäft. Zum angekündigten Lockdown aber wollten sie sich noch nicht äußern, weil es am Samstag dazu noch keine genauen Informationen seitens der Landesregierung gab.

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Elisabeth Schrief

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