Leiterin des Realschulchores: „Rap- oder Hip-Hop-Songs sind schwierig nachzusingen“

Sneak Out

Astrid Strege, Musiklehrerin der Alexander-Lebenstein-Realschule, leitet auch den Chor Sneak Out. Sie erklärt, wie ein Schulchor arbeitet und warum Lieblingssongs sich nicht immer eignen.

Haltern

von Charlotte Schulte-Lünzum

, 11.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Schulchor Sneak Out der Alexander Lebenstein Realschule mit Leiterin Astrid Strege (l.)

Der Schulchor Sneak Out der Alexander Lebenstein Realschule mit Leiterin Astrid Strege (l.) © Jürgen Wolter

Der Schulchor der Alexander-Lebenstein-Realschule Sneak Out ist regelmäßig bei Auftritten in Haltern zu hören. Charlotte Schulte-Lünzum, selbst Chormitglied, hat als Praktikantin bei der Halterner Zeitung Chorleiterin Astrid Strege zur Chorarbeit interviewt.

Wie lange unterrichten Sie den Schulchor „Sneak Out“ schon?

Seit acht Jahren.

Darf jeder Schüler/jede Schülerin in den Schulchor oder gibt es Regelungen?

Grundsätzlich schon, aber es wird nach Altersstufen unterteilt. Der Schulchor geht von der 7. bis 10. Klasse.

Was steckt hinter den Musikklassen?

Die Musikklassen sind für Schüler gedacht, die Freude an Musik haben und die Zusatz-Schulung haben möchten. Sie können sich ab der 5. Klasse für die Musikklassen anmelden und haben dann eine Stunde Musikunterricht mehr und zusätzlich noch eine Rhythmus-Chorstunde. Das sind dann insgesamt vier Stunden Musik (wie ein Hauptfach).

Wie sind Sie auf den Namen „Sneak Out“ gekommen?

Den haben sich die Chormitglieder selbst ausgedacht. Sie wollten nicht nur Schulchor heißen, sondern irgendwann einen richtigen Namen haben.

Wann und wie lange proben Sie mit den Schülern in der Woche?

Wir proben einmal die Woche für 45 Minuten. Im Moment ist das Donnerstag in der 7. Stunde.

Wie läuft die Probe ab?

Wir starten mit dem Einsingen. Das ist dafür da, die Funktionen der Stimme aufzuwärmen und gemeinsam im Chorunterricht anzukommen. Wir proben danach für 25 Minuten intensiv an den Musikstücken. Ich versuche, die Probe immer so aufzubauen, dass man am Ende ein etwas bekannteres Lied singt, welches schon gut läuft, sodass man mit einem guten Gefühl aus der Probe rauskommt.

Entscheiden Sie welche Lieder der Schulchor singt oder dürfen die Schüler auch entscheiden?

Weitgehend gebe ich die Lieder vor. Das Problem ist manchmal, dass die Lieblingsstücke, welche vielleicht auch gerade in den Charts laufen, für den Chor nicht singbar sind. Gerade bei Rap oder Hip-Hop wird es schwierig. Da ich die Chorgruppe aber auch ganz gut kenne, weiß ich, was für Lieder sie ungefähr singen möchte.

Werden die Lieder auch mal mehrstimmig gesungen oder nur einstimmig?

Bei Sneak Out singen wir einzelne Passagen zweistimmig. Bei den jungen Schülern klappt es sehr gut, wenn wir im Kanon singen, dass ist ja der Anfang der Zweistimmigkeit. Mit Sneak Out ist das mit der Alt- und Sopranstimme gut umsetzbar.

Welche Auftritte absolviert Sneak Out?

Die beiden großen Termine, die jetzt anstehen, sind der 10er-Abschluss und das Sommerkonzert. Da gestalten wir den Gottesdienst und das große Sommerkonzert mit Chören und Schulbands. Da werden wir dann weitgehend auch moderne Sachen singen und ein großes Abschlussstück mit allen Chören.

Bei der Weihnachtsrevue der Realschule sang der Schulchor unter anderem „Wind of Change“ von den Scorpions.

Bei der Weihnachtsrevue der Realschule sang der Schulchor unter anderem „Wind of Change“ von den Scorpions. © Jürgen Wolter

Wir nehmen jedes Jahr an mindestens zwei Gottesdiensten teil. Dann der Holocaust-Gedenktag, die Weihnachtsrevue oder der Schools Out Christmas Gig. „Musik ist eine Brücke“ kommt noch dazu, das dieses Jahr wieder stattfindet.

Wird die AG auch auf dem Zeugnis erkennbar sein?

Ja. Auf dem Zeugnis steht entweder an der AG teilgenommen, mit Erfolg teilgenommen oder mit besonderem Erfolg teilgenommen. Es gibt am Ende des Schuljahres auch noch ein Zertifikat, was man dann bei einer Bewerbung verwenden kann. Wenn man die Schule verlässt, gibt es auch eine kleine Urkunde.

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