Der See schlägt Wellen - 50 Bürger diskutierten mit

Info-Abend

Der "See schlägt Wellen", die Emotionen der Anwohner aber keine hohen. Sachlich wurde am Dienstagabend im Ratssaal diskutiert, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle auch Kritik gab.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 13.04.2011, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angedacht ist bereits, auch die Situation an der Alten Hullerner Straße zu verbessern – man erwarte diesbezüglich einen Förderbescheid, erklärte Kiski. Landschaftsarchitekt Andreas Freese stellte die Planungen für den ersten Bauabschnitt von „See schlägt Wellen“, über die bereits berichtet wurde. Anschließend kamen die Anwohner zu Wort. Deren Kritikpunkte bezogen sich vor allem auf die geplanten Spielgeräte, Bänke und die Parkplatzsituation.Bei den Spielgeräten habe er „Bauchschmerzen“, sagte ein Anwohner. Angesichts von Schützenfestbesuchern, Abiturienten, die im Westuferpark feiern, Leuten, die aus der Sesstadthalle kommen, „weiß ich nicht, ob wir da Spielgeräte brauchen.“ Vor dem Friedhof seien sie nicht richtig platziert. Wolfgang Ulke (CDU) hielt den Standort ebenso wenig für angebracht: „Es ist ein offener Friedhof, wird haben dort Trauergäste.“ In der Nähe der Promenade seien Kindergräber – die Pietät gebiete, die Aufstellung der Spielgeräte zu überdenken.

Da im Umkreis genügend Spielmöglichkeiten vorhanden seien, beseitige man damit ja auch keinen Mangel. Die Anwohner vom Lippspieker interessierten sich für die Anzahl der Parkplätze. Fünf, so Kiski, seien geplant. Der Bedarf sei höher, argumentierte die Gegenseite. Es sei noch Platz für drei weitere Parkplätze, sagte Kiski – die Parkplätze seien nur noch für Anwohner, nicht mehr für die Friedhofsbesucher gedacht. Vandalismus an den Spielgeräten und den geplanten Bänken wurde von Anwohnern befürchtet. Außerdem sprach Ulke das Problem mit Hundebesitzern an, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen: „Einige schaffen es bis zum See, manche nicht.“ Derzeit sei dort eine „wilde Wiese“, sagte der Leiter des Baubetriebsamts, Gerd Becker. „Alles, was gemacht wird, ist eine Verbesserung der Situation.“ Man könne zwei, drei Tütenspender aufstellen, „aber das Problem mit den Hunden werden wir nie ganz in den Griff kriegen.“ Kiski hoffte, dass nach Fertigstellung der Maßnahme pfleglicher mit der Promenade umgegangen werde: „Schönheit wirkt auch auf Hundebesitzer.“ 

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