Die Bagger rollen am Grünen Winkel

Am Fuße des Annabergs

Im Halterner Westen geht es voran: Die Erschließung im neuen Baugebiet „Grüner Winkel“ hat begonnen. Wir zeigen, wo gebaut wird, wie lange die Baumaßnahmen andauern und welche Besonderheiten diese mit sich bringen.

HALTERN

, 29.12.2016, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bagger rollen am Grünen Winkel

Die Erschließung wird mindestens ein halbes Jahr dauern. Dann können die Bauhandwerker kommen. Zwischen der Straße „Im Grünen Winkel“ und Bundesstraße 58, am Fuße des Annabergs, entstehen auf einem sechs Hektar großen Feld 32 Einfamilienhäuser und 44 Doppelhaus-Hälften. „Wir hoffen auf eine günstige Witterung, damit im Sommer mit dem Häuserbau gestartet werden kann“, sagte gestern Anette Brachthäuser (Fachbereichsleiterin Bauen) auf Nachfrage. Die Genehmigungen würden erteilt, sobald die Baustraße fertig sei.

Bauland sehr gefragt

Zwischen 284 und 556 Quadratmeter groß sind die Grundstücke. Veräußert wurden sie von Stadt, Kirche und Privateigentümern (sofern diese ihre Grundstücke nicht selber bebauen). Das Bauland in Stadtnähe war sehr gefragt. Bis auf die weniger attraktiven Flächen entlang der Bundesstraße sind alle Grundstücke vergeben. Die Stadt verkaufte ihr Land (40 Grundstücke) für 240 bis 260 Euro pro Quadratmeter.

Sobald die ersten Häuser bezogen werden können, muss auch die Lärmschutzwand entlang der Bundesstraße fertig sein. Sie kostet 35 000 Euro und wird auf die Grundstückseigentümer umgelegt. „Zurzeit läuft die Ausschreibung“, erklärte Anette Brachthäuser. Sechs Linden und fünf Eichen standen der Planung im Weg, die Bäume wurden deshalb bereits mit Zustimmung der Politik gefällt.

"Tumulifeld"

Dreimal waren Archäologen auf dem Gelände. Sie entdeckten 35 Gräber, die aus den Jahren 1 bis 16 nach Christus stammen und im Bereich des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe einen einmaligen Fund darstellen. 16 700 Quadratmeter müssten für die Brandgräber freigehalten werden, nicht einmal Bäume dürfen gepflanzt werden, da diese die Schichten der Gräber zerstören könnten. Zur Erinnerung an den besonderen Fund heißt die Straße im neuen Baugebiet „Tumulifeld“. „Tumulus“ ist die lateinische Bezeichnung für Hügelgrab. Wenn es im Sommer 2017 losgeht, sind zwischen erster Planung und Baustart elf Jahre vergangen.

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