Die Fahrbahnmarkierungen am Hennewiger Weg werden wieder verschwinden

mlzGeänderte Verkehrsführung

An der Kreuzung Hennewiger Weg/Römerstraße war eine neue Verkehrsführung getestet worden. Die Verkehrsunfallkommission beschloss jetzt den Abbruch des Versuchs.

Haltern

, 05.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Fahrbahnmarkierungen im Bereich der Kreuzung Hennewiger Weg/Römerstraße werden wieder verschwinden. Das beschloss die Verkehrsunfallkommission aus Vertretern der Stadt Haltern, des Kreises Recklinghausen und der Polizei am vergangenen Freitag (1. Februar). Zuletzt hatte es zunehmende Kritik an der neuen Regelung gegeben.

„Die Kommission hat sich die Situation vor Ort angesehen und einstimmig beschlossen, den alten Zustand wieder herzustellen“, sagt dazu Thomas Gerlach, Sprecher der Halterner Stadtverwaltung.

„Die Fahrbahnmarkierungen sind nur aufgeklebt und können deshalb relativ schnell wieder entfernt werden. Der Auftrag ist bereits an der Baubetriebshof gegangen, es hängt jetzt lediglich von der Witterung ab, wann er ausgeführt werden kann.“

Die Markierungen waren im Herbst 2018 aufgebracht worden. Sie gehen zurück auf einen Antrag der FDP, die durch die vorherige Verkehrssituation der beiden im spitzen Winkel aufeinander treffenden Straßen eine Gefährdung insbesondere für Kinder und ältere Leute gesehen hatte.

Daraufhin war beschlossen worden, für ein Jahr eine andere Regelung zu testen. Zunächst durch Baken, später durch weiße Markierungen auf der Fahrbahn war die Verkehrsführung dahingehend geändert worden, dass eine echte Abbiegesituation entstand.

Markierungen wurden oft nicht beachtet

Diese wurde aber von vielen Verkehrsteilnehmern ignoriert. Weiterhin fuhren viele über die Markierungen und beachteten sie nicht. Deshalb hatte die SPD bereits im Januar die Rücknahme der Maßnahme in einem Antrag an den Verkehrsausschuss gefordert.

Der ohnehin auf ein Jahr befristete Versuch wurde jetzt abgebrochen. Die FDP sieht trotzdem weiter Handlungsbedarf. „Die damals von der Unfallkommission ausgehandelte Lösung entsprach nicht unseren Vorstellungen“, sagt Fraktionsmitglied Dirk Klaus.

„Tatsache ist doch, dass gerade ältere Verkehrsteilnehmer in dem zunehmenden Verkehrsaufkommen schnell überfordert sind. Deshalb wäre hier eine eindeutige Regelung sinnvoll, allerdings nicht durch Markierungen, sondern nur durch eine bauliche Maßnahme.“ Da die FDP hierfür aber zurzeit in Haltern keine politische Mehrheit sieht, wird sie ihre Initiative nicht weiter verfolgen.

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