Die Glückspilze haben Erzieherinnen eingestellt und noch Plätze frei

mlzNaturkindergarten

Die Fragen rund um die Infrastruktur des neuen Naturkindergartens sind geklärt, jetzt haben die Glückspilze auch drei Erzieherinnen eingestellt, die künftig die 20 Kinder betreuen.

Haltern

, 04.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Längst ist der Naturkindergarten „Glückspilze Haltern am See“ über die Idee hinausgewachsen. Es werden gerade alle Voraussetzungen geschaffen, um tatsächlich am 1. August an den Start gehen zu können.

Der Spielplatz Reiherhorst in Sythen wurde geteilt: 500 Quadratmeter bleiben als öffentliche Spielfläche erhalten, 682 Quadratmeter werden Kindergarten-Gelände und sind inzwischen frei geräumt. Hier stellt die Stadt eine Unterkunft als Rückzugsort auf, von hier starten Erzieherinnen und Kinder zu ihren Erkundungen in die Natur und freitags zu Besuchen bei den Tieren auf dem Forsthof. Weil die Bauwagen-ähnliche Unterkunft nicht rechtzeitig zum 1. August fertig wird, dürfen die Glückspilze erst einmal ins Schloss einziehen.

Marie Herrmann leitet den „Naturkindergarten Glückspilze Haltern am See“, den eine Elterninitiative gründete.

Marie Herrmann leitet den „Naturkindergarten Glückspilze Haltern am See“, den eine Elterninitiative gründete. © Privat

Auf den Start freuen sich drei pädagogische Fachkräfte, die der Verein zum 1. August eingestellt hat. Marie Herrmann aus Sythen, staatlich anerkannte Erzieherin und Mitbegründerin der Glückspilze, übernimmt die pädagogische Leitung. Sie schließt im November die Weiterbildung zur Naturpädagogin ab. In ihrem Team arbeiten Anna Kirchhof, staatliche anerkannte Heilerziehungspflegerin, sowie Nathalie Rühr, staatliche anerkannte Erzieherin.

Anna Kirchhof

Anna Kirchhof © privat

„Unsere gemeinsame Motivation war und ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Kinder sicher und geborgen fühlen und sich ihren ganz eigenen inneren Bauplänen nach entwickeln können.

Dies gelingt unserer Meinung nach dadurch, dass unser Kindergarten auf zwei Säulen basiert: der Naturpädagogik sowie Bindung, Beziehung und Bedürfnisorientierung“, erläutert Marie Herrmann das Konzept des Naturkindergartens. „Bei uns gibt es keine Belehrungen, Bevormundungen, keine Strafen und kein Schimpfen. Niemand muss aufessen oder probieren oder etwas basteln, wenn er nicht möchte.“

Nathalie Rühr

Nathalie Rühr © privat

Im Mittelpunkt stehe immer der Dialog, der Austausch mit dem Kind und das Wahrnehmen und Annehmen von seinen individuellen Bedürfnissen, Kompetenzen und Grenzen, so Marie Herrmann. Bei einem Verhalten, das die Grenzen anderer überschreite, werde dies mit dem Kind wertfrei und auf Augenhöhe besprochen.

Sichere Bindung zu den Erzieherinnen ist wichtig

Die Eingewöhnung findet sanft, in Anlehnung an das Münchener Modell, statt. Erst, wenn sowohl das Kind, als auch die Eltern dazu bereit sind, sich zu lösen, und somit eine sichere Bindung zu den Erzieherinnen besteht, werden Trennungsversuche durchgeführt. Weitere Ausführungen zur Pädagogik finden Interessierte auf der neuen Homepage.

16 Kinder sind für die Naturkita angemeldet, einige „hängen“ in der Warteschleife. Denn Ziel ist, die Altersstrukturen gut zu mischen und deshalb die wenigen Plätze mit Drei-, Vier- und Fünfjährigen zu besetzen. Interessierte Eltern können sich direkt per E-Mail melden an glueckspilze-haltern@web.de

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