Die Rekumer Straße im Wandel der Zeit

Damals und heute

Das Stadtbild von Haltern am See ist in einem ständigen Wandel. Wie schnell es sich ändert, kann man gut an der Rekumer Straße in der Innenstadt erkennen. Anhand von historischen Aufnahmen zeigen wir, was sich alleine in den vergangenen 100 Jahren alles geändert hat.

HALTERN

02.04.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

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Rekumer Straße - damals und heute

Die Rekumer Straße in der Halterner Innenstadt im Wandel der Zeit.
01.04.2016
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Das verträumte Landstädtchen Haltern in der Zeit vor 1910. Der Blick von Höhe des Gantepoth, rechts, wo an der Ecke vor Krabbe die Frauen mit Kindern stehen, geht die Rekumer Straße hinunter auf die Sixtuskirche zu. Die ersten 3 Häuser links sind die heutigen Nummern 16, frühere Gastwirtschaft Peikenkamp, sowie 14 und 12 der Brüder Ludwig und Robert Priebs. Unten auf dem Marktplatz ist noch die alte, öffentliche Stadtpumpe zu erkennen, die ab 1908 mit Einführung der Wasserleitung nicht mehr gebraucht wurde, aber noch einige Zeit stehen blieb.© Foto: Archiv Backmann
Wie das Bild aus dem Jahr 1932 zeigt, hatte sich auf der Rekumer in rund 20 Jahren einiges verändert, die Straße wirkte städtischer. Ladenlokale waren eröffnet worden, so auf der rechten Seite im Haus von Tillmann, daneben die Bäckerei Cleve und auf der Ecke zum Gantepoth das inzwischen verputzte Fachwerkhaus von Schuster Onnebrink. Auf der gegenüber liegenden Seite war inzwischen eine Filiale von Kaiser’s Kaffeegeschäft entstanden. Das vierte Haus hinterm Gantepoth mit dem hohen Giebel ist der 1931 eröffnete Neubau der Spar- und Darlehnskasse (später Volksbank).© Foto: Archiv Backmann
Das Foto zeigt die Rekumer Straße im Jahr 1953. Die deutlich sichtbaren Baulücken waren durch Kriegszerstörungen entstanden. Auf der rechten Seite wird in der Baulücke zwischen den Häusern des Anstreichers Sasse und Schuh-Plagge gerade ein Neubau errichtet. Hinter Plagge, wo früher die Häuser von Cleve (heute Blumen Risse) und Onnebrink standen, ist ein freier Platz, so dass die früher schmale Einfahrt zum Gantepoth verbreitert werden konnte. Auf der linken Seite sind zwei große Baulücken vor der Gaststätte Peikenkamp (heute Bären-Apotheke) und hinter Priebs (heute Tchibo) zu sehen.© Foto: Archiv Backmann
Die Rekumer Straße in Haltern am See.© Foto: Benjamin Glöckner
Die Aufnahme von 1930 zeigt die Rekumer Straße stadtauswärts vom Marktplatz aus gesehen. Links auf der Ecke befindet sich der Laden des Uhrenmachers und Juweliers Johann Schröer; daneben steht die Gaststätte des Wirts Josef Jürgens (später „Alt-Haltern“). Zwischen den folgenden Häusern von Daniel und Kleinefeld ist eine schmale Gasse zu erkennen, die zur rückwärtig liegenden Halterner Synagoge führte. Hinter dem Haus von Schreibwaren und Druck Röer entsteht gerade der Neubau der Spar- und Darlehnskasse (später Volksbank). Die Längsseite des Rathauses auf der rechten Seite weist nur zwei Giebel auf. Der dritte Giebel ist erst beim Wiederaufbau des zerstörten Rathauses nach dem 2. Weltkrieg neu dazugekommen.© Foto: Archiv Backmann
Im Jahr 1953 hatte die Rekumer Straße schon ein anderes Erscheinungsbild. Das Alte Rathaus war um einen dritten Giebel erweitert worden. Die Giebel sind nicht mehr im Renaissance-Stil, sondern in einfacher Bauweise hochgezogen worden. In dem dahinter stehenden Haus waren damals ein Radiogeschäft, später ein Obst- und Gemüseladen und eine Eisdiele untergebracht. Dahinter ist das Haus von Cleve und danach die Drogerie Hubbert zu sehen. Auf der linken Straßenseite war das dritte Haus im Krieg zerstört und noch nicht wieder aufgebaut worden. Unten an der Ecke zur Merschstraße hatte Franz Lemloh in seinem Neubau eine Drogerie eröffnet. Die Rekumer Straße war zu der Zeit nach in beide Richtungen zu befahren.© Foto: Archiv Backmann
Wie das Foto von 1982 zeigt, hatte die Rekumer Straße ihr Erscheinungsbild deutlich gewandelt. Nachdem sie über lange Jahre nur noch Einbahnstraße war, wurde sie 1974 ganz für den Verkehr gesperrt und zur Fußgängerzone ausgebaut. Der untere Bereich wurde im Sommer 1978 mit einer größeren Sitzmulde (rechts im Bild) neu gestaltet und links davon ein Springbrunnen aufgestellt, der von dem Halterner Künstler Helmut Schlüter ge-schaffen worden war. Die Neugestaltung erwies sich jedoch als Fehlplanung. Schon 1982 wurde die Sitzmulde wieder verfüllt und im Juni 1984 der Springbrunnen mit Motiven aus Haltern und seinen Ortsteilen abgebaut. Seinen neuen Standort fand er am Altenheim St. Sixtus gegenüber dem Krankenhaus, wo er auch heute noch steht.© Foto: Archiv Backmann
Diesen Blick hat man heute vom Marktplatz aus.© Foto: Benjamin Glöckner
Die abgebildete Postkarte vom 10. November 1911 zeigt die obere Rekumer Straße stadteinwärts gesehen im Zustand von 1905. Vorne links steht die erste evangelische Kirche von Haltern, die 1855 eingeweiht wurde. Sie ist bis zur Einweihung der Erlöserkirche am 6. Juni 1912 genutzt worden, wurde dann profaniert und stand als Gebäude mit unterschiedlicher Nutzung bis in die 1920 Jahre. Heute steht dort an der Ecke zur Wehrstraße ein Wohnhaus (Nr. 44) mit Servicestellen der Stadtwerke und Stadtsparkasse. Auf der rechten Seite an der Ecke zur Turmstraße, wo der Backsteinbau steht, befindet sich heute ein Bekleidungsgeschäft. Stadteinwärts gesehen, auf der linken Seite, befindet sich in dem letzten Haus (hell, mit Krüppelwalmdach) heute eine Filiale der Firma Rossmann.© Foto: Archiv Backmann
Diese Blick hat man heute auf den ehemaligen Standort der evangelischen Kirche.© Foto: Uli Backmann
Auf dem Foto oben aus dem Jahr 1960 ist der obere Teil der Rekumer Straße an der Ecke zum Alisowall abgebildet. Das Eckhaus gehörte dem Kaufmann Johann Albers, der hier ein Tabakwarengeschäft betrieb. In dem Flachbau daneben hatte zu der Zeit Kaiser’s Kaffeegeschäft seine Filiale. Wo diese beiden Häuser stehen, befindet sich heute ein Mehrfamilienhaus, in dessen Erdgeschoss ein Papierwarengeschäft ist. Im Haus daneben war ein Lebensmittelmarkt, heute ist dort ein Döner-Imbiss untergebracht. Das dann folgende Gebäude mit dem Treppengiebel an der Ecke zur Turmstraße hatte damals im Untergeschoss einen Laden für Malerbedarf. Heute steht an dieser Stelle ein mehrstöckiger Neubau mit einem Bekleidungsgeschäft.© Foto: Archiv Backmann
So sieht es heute dort aus.© Foto: Benjamin Glöckner
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