Biologische Station freut sich

Die Weißstörche sind zurück und besetzen die Horste in Haltern

Robert steckt im kalten, windigen Anatolien fest, Hans Albert ist schon in Paris, ein namenloser Storch ist in Lippramsdorf gelandet. Der Horst im Freiheiter Brauk ist wieder besetzt.
Die ersten Störche sind wieder in Haltern gelandet. © Foto (A) Steffe

Die Weißstörche kehren zurück. Gesichtet wurden sie in Lippramsdorf und Lavesum beispielsweise. Das hat auch die Biologische Station des Kreises Recklinghausen beobachtet. „Viele Störche fliegen erst gar nicht mehr in den Süden, sondern bleiben irgendwo in Südwestdeutschland oder Frankreich“, sagt Kai Michael Thomsen, Storchexperte des Naturschutzbundes (Nabu). Er arbeitet für das Nabu-Projekt „Störche auf Reisen“.

Störche können auch mal hungern

Thomsen kann das Leben einiger mit Spezialsendern versehenen Störche genau nachverfolgen und schreibt dazu im Internet einen Blog. Die Biologische Station kann das nicht. Störche, die in Haltern und im Umkreis landen und Nachwuchs groß ziehen, sind nur beringt. Die Beringung ist wichtig, damit Wissenschaftler Rückschlüsse auf das Ansiedlungsverhalten und die Altersstruktur der Vögel ziehen können.

Die Störche sind bei Eis und Schnee gekommen, nun schlägt das Winterwetter um und macht den Störchen die Ankunft leicht. „Futter wie Kleinsäuger, vor allem Mäuse, ist ausreichend vorhanden“, sagt Niels Ribbrock.

Das Männchen bereitet das Zuhause vor

Das Männchen ist ein Charmeur. Es ist immer zuerst da. Der Storch säubert den Horst und bessert ihn aus, bevor das Weibchen in den nächsten Tagen folgt und sich ins gemachte Nest setzen darf. „Die Störche hier aus der Region haben zumeist in Spanien überwintert, bei der jetzigen starken und warmen Südwest-Strömung kehren sie relativ früh zu uns zurück“, erklärt Niels Ribbrock.

Stellt sich der Winter noch einmal ein, werden die Störche laut Niels Ribbrock versuchen, die Kälte auszuhalten. Selbst, wenn sie eine Zeitlang kein Futter finden, sei das Überleben gesichert: Störche könnten sogar einige Tage hungern. Außerdem hätten sie aus dem Winterquartier genug Reserven mitgebracht.

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