Diebstahls-Verfahren gegen Geldbuße eingestellt

HALTERN Wenn zwei sich streiten, freut sich normalerweise der Dritte. Im Strafverfahren gegen einen Dortmunder hing der Dritte, ein jungen Mann aus Hamm, jedoch als Mitangeklagter mit drin. Anklage hatte die Staatsanwaltschaft wegen Diebstahls erhoben.

von Von Julia Reidegeld

, 12.03.2009, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Danach folgte das Chaos – der 26-Jährige wollte die Firma weiterführen, aber nicht mit dem Halterner zusammen. Der würde zu wenig arbeiten, hieß es vor dem Marler Amtsgericht. Der andere hielt sich weiter in den Firmenhallen auf. Im Juli 2007 verschwanden dann auf einmal zwei Bohrmaschinen, ein Ersatzteil für einen Kernspintomographen (Neuwert etwa 60 000 Euro) sowie eine Kaffeemaschine. Der Halterner ging daraufhin zur Polizei, erstatte Anzeige. Mit dem Hinweis, dass er den Dortmunder verdächtige. Und da kam dann auch der Dritte ins Spiel – der 27-jährige Mann aus Hamm hatte ein Büro zur Untermiete und soll bei seinem Auszug dem 26-Jährigen geholfen haben, einige Kartons mit in einen Sprinter gepackt zu haben.

Ob es sich dabei, um die verschwundenen Gegenstände aus der Halle handele, konnte Richter Michael Brechler gestern nicht klären. Das Verfahren wurde gegen eine Geldbußen-Zahlung an eine gemeinnützige Einrichtung eingestellt. Der 27-Jährige zahlt 1500 Euro, für den 26-Jährigen setzte der Richter den Betrag von 1800 Euro fest und erklärte: „Sie sind damit nicht vorbestraft.“

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