Wahl des Presbyterium: Diese acht Gemeindemitglieder kandidieren und stellen sich vor

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Das Presbyterium in Haltern wird neu gewählt. Am Sonntag (24.11) stellen sich acht Bewerber für das Amt vor. Für die vakante halbe Pfarrstelle gibt es bereits eine Entscheidung.

Haltern

, 23.11.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Acht Gemeindemitglieder möchten neue Presbyter in Haltern werden. Am Sonntag stellten sie sich auf einer Versammlung der evangelischen Gemeinde im Paul-Gerhardt-Haus vor. Das Presbyterium hat außerdem einen Beschluss zur Neubesetzung der zurzeit vakanten halben Pfarrstelle gefasst, die bisher Bastian Basse innehatte.

Die Kirchenwahlen unter dem Motto „geMEINde beWEGen“ finden in der Evangelischen Kirche von Westfalen am 1. März 2020 statt. Das Gremium wird alle vier Jahre neu gewählt. Die Presbyterinnen und Presbyter leiten zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Gemeinde. Sie sind verantwortlich für die Gestaltung des Gemeindelebens und kümmern sich um Mitarbeitende und die Finanzen. Das Presbyterium bestimmt den Kurs der evangelischen Kirche vor Ort.

Es besteht in Haltern aus 14 Mitgliedern, darunter die beiden Pfarrer Merle Vokkert und Karl Henschel.

Acht neue Kandidaten treten an

Acht neue Kandidaten bewerben sich in der Evangelischen Gemeinde für 2020 um das Amt: Mechthild Wiedtemann, Annette Bleß, Thomas Knuth, Claudia Weber, Friederike Klein, Ute Kloyer, Christoph Faber und Annette Dibowski. Vier wollen weitermachen: Klaus Tykwer, Robin Friedrich, Julia Schäfers und Michaela Lenfert. Das neue Presbyterium wird für die Gesamtstadtgemeinde zuständig sein, es gibt in der Aufgabenverteilung keine Zuständigkeiten für bestimmte Ortsteile mehr. „Es sind aber Kandidaten auch aus den Ortsteilen dabei“, so Pfarrer Karl Henschel. Bis zum 29. November haben Gemeindemitglieder die Möglichkeit, sich noch als Kandidaten aufstellen zu lassen. Bleibt es bei den bisherigen 14, dann ist eine Wahl überflüssig.

Halbe Pfarrstelle wird umgewandelt

Auf der Gemeindeversammlung wurde außerdem der Beschluss des Presbyteriums zur Besetzung der zurzeit vakanten halben Pfarrstelle bekannt gegeben. „Das Presbyterium hat beschlossen, diese Stelle nicht mehr mit einem Pfarrer zu besetzen“ so Karl Henschel. „Stattdessen soll sie in eine 100-Prozent-Stelle für einen Diakon oder Gemeindepädagogen umgewandelt werden. Das bedeutet, dass wir eine neue Aufgabenverteilung in der Gemeinde finden müssen, der neue Stelleninhaber wird dann weniger im Gottesdienst oder bei Beerdigungen eingesetzt, sondern schwerpunktmäßig in den Gemeindegruppen arbeiten und andere Aufgaben übernehmen“, so Pfarrer Karl Henschel. Mit dieser Regelung schließen sich die Halterner einem Modellprojekt an, das auch Nachbargemeinden, zum Beispiel in Oer-Erkeschwick, schon praktizieren.

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