Digital-Pakt: So wird die Ausgabe von 1,2 Millionen Euro für Halterns Schulen vorbereitet

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Die Basis ist mit schnellen Glasfaseranschlüssen gelegt. Jetzt sollen Halterns Schulen dafür gerüstet werden, im Digitalzeitalter mithalten zu können.

Haltern

, 18.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alle Schulen in Haltern sind mit einem schnellen Glasfaseranschluss versehen. Im Rahmen des Digital-Pakts Schule, der von Bund und Land vereinbart wurde, stehen der Stadt Haltern rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass diese Finanzmittel sinnvoll eingesetzt werden.

Die Verwaltung hat einen externen Fachplaner beauftragt, die leistungsfähige Ausstattung der Schulen vorzubereiten. Er hat bereits alle Schulen zwecks Bestandsaufnahmen besichtigt.

Erforderlich werde zunächst wohl eine Neuverkabelung aller Schulen mit ausreichender Stückzahl an Netzwerkanschlüssen für jede Klasse und alle Vorbereitungsräume. So heißt es in einem Sachstandsbericht der Verwaltung zur Digitalisierung im Bildungsbereich.

Das Halterner Berufskolleg ist bereits gut ausgestattet

Noch nimmt das Hans-Böckler-Berufskolleg in Haltern bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle ein. Nach einem Umbau erhielten in der Einrichtung, die vom Kreis getragen wird, alle 26 Klassenräume eine interaktive Vorzeigeausstattung. Dafür wurde das Förderprogramm „Gute Schule“ genutzt. Dazu gehören Whiteboards und Kameras sowie Computer mit Touchdisplay, über die man das private Handy drahtlos mit dem Beamer verbinden kann.

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Nun will die Halterner Verwaltung diesem Beispiel an ihren Schulen folgen. Auch leistungsstärkere Server sollen zu einer Verbesserung beitragen, um beispielsweise wünschenswerte Cloud-Lösungen zu unterstützen.

Die Realschule nutzt eine Schul-Cloud

Dem Land NRW sei es allerdings auch nach Jahren noch immer nicht gelungen, eine geeignete Cloud-Lösung anzubieten.

Wie die Halterner Zeitung für den Schul-Check recherchierte, wurde an der Alexander-Lebenstein-Realschule derweil ein internes Modell auf den Weg gebracht. Es handelt sich um eine Schul-Cloud, ein Messenger-System, das ähnlich wie WhatsApp funktioniert. Zunächst kommunizieren ausschließlich die Lehrer in verschiedenen Gruppen. Auf Dauer aber sollen Eltern und Schüler beteiligt werden.

In einem Sachstandsbericht für den Schulausschuss, der am Dienstag (19. Dezember) ab 17.30 Uhr im Ratssaal, Dr.-Conrads-Straße 1, tagt, wird darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung sowohl die Schulen als auch den Schulträger in Haltern weiter intensiv beschäftigen werde. Dabei gehe es in den kommenden Jahren nicht nur um die Erstausstattung, sondern auch um die Wartung und Instandhaltung der Technik.

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