Disko-Schlägerei: Angeklagter muss Geburtstag im Gefängnis feiern

mlzLandgericht Essen

Im Prozess um das Prügeldrama in einer Halterner Disko, bei dem ein Türsteher aus Olfen ein Auge verlor, haben die Richter ein klares Zeichen in Richtung Verurteilung gesetzt.

Haltern, Olfen

, 12.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach dem Prügeldrama in einer Halterner Disko, bei dem ein Security-Mitarbeiter aus Olfen ein Auge verlor, bleiben beide Angeklagte weiter in Untersuchungshaft. Das haben die Richter am Essener Landgericht entschieden.

Der ältere der angeklagten Brüder hatte gehofft, seinen Geburtstag am 17. März wieder in Freiheit feiern zu können. Der Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls wurde jedoch abgelehnt. Begründung: Dem Straßenbauer aus Haltern drohe eine „empfindliche Freiheitsstrafe“. Deshalb sei zu befürchten, dass er untertauche.

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Nach vorläufiger Einschätzung gehen die Richter davon aus, dass der 26-Jährige den bereits schwer verletzten Türsteher immer wieder mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert hat.

Aufatmen kann der ältere der beiden Angeklagten trotzdem. Das Essener Landgericht geht in seinem Fall offenbar nur noch von schwerer Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei aus. „Vom Vorwurf des versuchten Totschlags ist keine Rede mehr“, so Verteidiger Jens Tuschhoff.

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Den Brüdern aus Haltern wird vorgeworfen, den Sicherheitsmitarbeiter in der Nacht auf den 11. August 2019 angegriffen zu haben. Dabei soll der Jüngere dem 48-Jährigen ein Cocktailglas ins Gesicht geworfen haben, das genau im linken Auge zersprang und den Augapfel zerriss.

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