Die DJK Lavesum setzt bei ihrem neuen Kunstrasen auch ökologische Überlegungen um

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Die DJK Lavesum bekommt als letzter Verein in Haltern einen Kunstrasenplatz, aber das Warten soll sich lohnen. So modern und ökologisch durchdacht ist keine andere Sportanlage in Haltern.

Haltern

, 19.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Letzten werden die Ersten sein.“ - Diese Lebenswahrheit bestätigt sich bei der Entscheidung über die Einrichtung eines Kunstrasenplatzes in Lavesum. Am Dienstagabend stellte der Sportausschuss die Weichen für die Modernisierung, indem städtische Mittel in Höhe von 490.000 Euro bewilligt wurden. Dafür gibt´s nicht nur einen neuen Kunstrasen, sondern auch ein modernes Drainagesystem.

Die DJK Lavesum ist damit der letzte Sportverein in Haltern, der einen Kunstrasenplatz erhält. Die Lavesumer sind aber die Ersten, deren Kunstrasen mit den Naturmaterialien Sand und Kork verfüllt wird. Auf Wunsch der DJK wird damit der Einsatz von Gummigranulat vermieden, das womöglich Mikroplastik an die Umwelt abgibt und deshalb als ökologisch fragwürdig gilt. Dies stimmte auch die Grünen versöhnlich, die sich bei der Abstimmung enthielten. Zuvor hatte die Fraktion den Kunstrasen rundweg abgelehnt.

Die DJK ist erleichtert, dass der Kunstrasen bald kommt

„Unsere Lösung ist auch noch kostenneutral für die Stadt“, erklärten der DJK-Vorsitzende Albert Gerding und Geschäftsführer Wolfgang Schoppen nach der Sitzung im Gespräch mit der Redaktion. Beide zeigten sich erleichtert, dass den Vereinsplänen keine Steine in den Weg gelegt wurden. Von Seiten der Stadt, das betonten sie, seien die Interessen der DJK stets unterstützt worden.

Eine negative Entscheidung am Dienstag hätte den Verein schwer getroffen, denn die Vorbereitungen für den Kunstrasen sind schon weit gediehen. „Das mussten wir so machen, denn die Firmen sind im Sommer schon durch die großen Clubs geblockt“, begründete dies Albert Gerding.

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Nach der Genehmigung der städtischen Gelder soll nun Mitte März der Baubeginn erfolgen. „Nach der Sommerpause wollen wir auf Kunstrasen spielen“, teilte Wolfgang Schoppen mit. Die Einweihung des neuen Platzes ist, mit kirchlichem Segen, noch vor den Sommerferien geplant. Der Ascheplatz in Lavesum wurde übrigens 1967, der Naturrasen 1990 angelegt.

Für die DJK und vielleicht auch für das Dorf Lavesum ist die Modernisierung der Sportanlage vor der eigenen Haustür wichtig. Zurzeit gehen bei der Jugend Mannschaften von den Mini-Kickern bis zur B-Jugend für den Verein mit 680 Mitgliedern an den Start, ab Rückrunde soll noch eine A-Jugend dazu kommen.

Die Verletzungsgefahr auf Ascheplätzen ist groß

Heutzutage achteten Eltern darauf, wo das Training stattfinde, bestätigten die beiden DJK-Bosse. Ein Ascheplatz sei wenig attraktiv, denn natürlich sei die Verletzungsgefahr größer. Außerdem werde die Trainingskleidung ordentlich verdreckt.

Der Kunstrasen soll nun dafür sorgen, dass die DJK zukunftsfähig bleibt und zu einem lebendigen Ortsteil beiträgt.

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