Dorsten gehört ab Mittwoch zur "Metropole Ruhr"

Münsterland adé

DORSTEN Eine neue Ära beginnt am Mittwoch nächster Woche: Denn ab dem 21. Oktober ist für die Rahmenplanung Dorstener Großprojekte nicht mehr Münster, sondern Essen zuständig.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 16.10.2009, 16:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Michael Bongartz leitet die RVR-Regionaliplanung und ist künftig zuständig für Dorsten.

Michael Bongartz leitet die RVR-Regionaliplanung und ist künftig zuständig für Dorsten.

Andererseits freut sich Lohse, in Essen künftig einen alten Bekannten zu treffen: „Dort spielt als Leiter der Regionalplanung Michael Bongartz für uns eine ganz zentrale Rolle, der bis 2008 in Münster gearbeitet hat. Er ist mit Dorsten vertraut und nach jüngsten Gesprächen erwarte ich, dass wir in ihm auch künftig einen kompetenten Gesprächspartner mit offenen Ohren und Verständnis für unsere Probleme finden.“ Allerdings erbt der RVR von der Bezirksregierung einen großen Berg Arbeit und ist mit einer ganzen Flut von Akten überschwemmt worden, die per Lkw die Reise von Münster nach Essen antraten. „Eine Findungsphase muss man da zugestehen“, erwartet Lohse eine gewisse Übergangsperiode, „aber die darf nicht zulange dauern, den viele unserer Vorhaben dulden keinen großen Aufschub.“

Dazu zählen der Tausch von Wohnbau-Reservefläche vom Maßkamp an den Beerenkamp, Änderungen der Ex-Zechenflächen in Wulfen und die Neugestaltung des Freibad-Geländes. Wird die Verlagerung der Zuständigkeit Dorsten mehr Vor- als Nachteile bringen? „Das kann mal so, mal so sein“, vermutet der Stadtbaurat, „ein erstes Zwischenfazit lässt sich wohl erst in einem Jahr ziehen.“ Außerdem wird die Münsteraner Bezirksregierung als dritter Partner weiter mit im Boot sein: „Sie ist auch künftig für Detailplanung zuständig, vor allem aber auch für die Abstimmung mit dem Fördergeber bei Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln.“

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