Dr. Karl Ott geht in den Ruhestand

Wechsel am Sixtus-Hospital

Dr. Karl Ott kam vor zwei Jahren nach Haltern, um hier den medizinischen Schwerpunkt "Medizin im Alter" aufzubauen. Am Freitag wurde er verabschiedet und sein Nachfolger präsentiert.

HALTERN

, 29.01.2016, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Handschlag zum Staffelstab-Wechsel im Sixtus-Hospital: Dr. Karl Ott (r.) übergibt die Fachbereichsleitung „Medizin im Alter“ an Dr. Martin Presch (l.). Geschäftsführer Andreas Hauke lobte gestern den einen wie den anderen.

Handschlag zum Staffelstab-Wechsel im Sixtus-Hospital: Dr. Karl Ott (r.) übergibt die Fachbereichsleitung „Medizin im Alter“ an Dr. Martin Presch (l.). Geschäftsführer Andreas Hauke lobte gestern den einen wie den anderen.

Was macht ein hochrangiger Mediziner, wenn er mit 67 Jahren endgültig einen Schlussstrich unter seine berufliche Karriere zieht? "Ich bin zum ersten Assistenten im Haushalt berufen. Ohne, dass ich dafür zertifiziert bin", verabschiedete sich Dr. Karl Ott gestern humorvoll aus dem Sixtus-Hospital.

Der Internist und Geriater kam vor zwei Jahren nach Haltern, um hier den medizinischen Schwerpunkt "Medizin im Alter" aufzubauen. "Dr. Ott war für uns ein Glücksfall", resümierte Geschäftsführer Andreas Hauke die Leistung und dankte für "hervorragenden Einsatz". Dr. Karl Ott übergibt seinen Fachbereich zum 1. Februar an Dr. Martin Presch.

Mit Leib und Seele Geriater

Der 49-Jährige ist seit September 2015 Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und wird nun in Personalunion auch den geriatrischen Schwerpunkt im Halterner Krankenhaus verantworten. "Dr. Martin Presch ist mit Leib und Seele Geriater und ein exzellenter Teamplayer", lobte Geschäftsführer Hauke den Internisten, Diabetologen, Geriater und Ernährungsmediziner. Durch die Verantwortung für zwei Fachabteilungen griffen die Abläufe noch besser ineinander.

Dr. Presch, der mit Ehefrau und zwei Töchtern in Polsum wohnt, hat bereits Zukunftspläne. "Wir werden den Fachbereich auf Station 1 weiter ausbauen und die Therapien verstärken", kündigte er an. Dazu gehört auch, dass die Therapie- und Gesprächsräume direkt auf der Station angesiedelt werden.

Demografischer Wandel

Der Mediziner baut auf gutem Fundament auf. Vor zwei Jahren erklärte sich Dr. Ott nach seinem Ausscheiden als Ärztlicher Direktor am Gertrudis-Hospital Westerholt bereit, befristet zwei Jahre Aufbauarbeit zu leisten. Mit dem Ziel, dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen und älteren Patienten eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Behandlung anzubieten.

Fachabteilung zertifiziert

"Der Bedarf an altersspezifischer Medizin ist groß", sagt Dr. Ott. Die hohe Qualität seiner Arbeit wurde honoriert. Die Fachgesellschaft für Geriatrie zertifizierte die Fachabteilung. Bettlägerigkeit vermeiden, Mobilität zurückgewinnen und Pflegebedarf verhindern - so lautet die Maxime.

Wenn Dr. Karl Ott nun geht, dann wird er sich um mehr als den privaten Haushalt kümmern. Er ist ehrenamtlich in zwei Altenheimen tätig, außerdem in der Kirchengemeinde Herten, er kümmert sich um Hertens Städtepartnerschaften und hilft - wie auch seine Ehefrau - neu ankommenden Flüchtlingen. Der Ruhestand wird so gewiss nicht zum neuen Zeitwohlstand.

 

 

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