Drei Pumpen fördern das Wasser über den Deich in die Lippe

Lippedeich-Baustelle

Der Lippeverband muss aufgrund der entstandenen Bergschäden in Lippramsdorf dauerhaft Wasser aus dem Hinterland abpumpen. Dafür baut er nun im Zuge des Deichneubaus ein Pumpwerk.

Lippramsdorf

29.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Pumpen fördern das Wasser über den Deich in die Lippe

Das alte Pumpwerk Bonenkamp (Foto) wird im Zuge der Deichbauarbeiten durch einen Neubau ersetzt. zu sehen, das durch den Neubau ersetzt wird. © Team Vermessung / EGLV

Der Neubau der Hochwasser-Schutzdeiche in Haltern-Lippramsdorf und Marl (HaLiMa) bringt eine Neuordnung der bestehenden Pumpwerke mit sich. „Auch zukünftig muss der Lippeverband das Hinterland der Deiche dauerhaft entwässern, da es bergbaubedingt abgesackt ist“, erklärt Pressesprecherin Ann-Kathrin Lappe ein weiteres Bauvorhaben. Denn auf Marler Seite beginnt nun der Bau des neuen Pumpwerks Bonenkamp. Hier fließt das Wasser am tiefsten Geländepunkt zusammen und wird durch eine stählerne Leitung über den Deich in die Lippe gefördert.

Baustellenverkehr nimmt zu

Der Neubau ersetzt das bestehende Pumpwerk Bonenkamp, das nach Inbetriebnahme zurückgebaut wird. In den nächsten Tagen richtet der Lippeverband die Baustelle ein, dann erfolgt noch in diesem Jahr der Aushub der Baugrube. Die Zufahrt ist über die Lippramsdorfer Straße und die zwischen dem Deich sowie dem Wesel-Datteln-Kanal liegenden asphaltierten Wege eingerichtet. Die Bauzeit dauert voraussichtlich 18 Monate. Anwohner werden um Verständnis für einen verstärkten Baustellenverkehr gebeten.

Pumpwerk Meinken in Betrieb

Nach Fertigstellung reicht das Pumpwerk dann elf Meter tief ins Erdreich hinein, drei Pumpen fördern das Wasser mit einer Leistung von 0,5 Kubikmeter pro Sekunde. Das oberirdisch sichtbare Gebäude wird knapp sechs Meter hoch, die Seitenwände zwölf und 16 Meter lang. Das Pumpwerk Meinken, das auf der Halterner Seite dieselbe Funktion wie das Pumpwerk Bonenkamp erfüllt, ist Ende 2018 in Betrieb gegangen.

Die Deiche werden auf fünf Kilometern Flussstrecke neu gebaut. Dafür sind insgesamt 3,2 Millionen Kubikmeter Boden zu bewegen. In siebeneinhalb Jahren Bauzeit erfolgt nicht nur der Deichbau, sondern am Ende werden die alten Deiche abgetragen und eine neue Aue gestaltet.

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