Edeka willkommen: aber nicht in dieser Größe

Diskussion

Edeka am Nordwall ist willkommen, aber nicht in dieser Dimension. Das ist der Tenor eines Schreibens an Bürgermeister Bodo Klimpel und zweier Unterschriftenaktionen. "Wir wollen keine 10 000 Quadratmeter Betonwüste."

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 20.04.2011, 18:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll der Edeka-Markt aussehen - hier das Modell.

So soll der Edeka-Markt aussehen - hier das Modell.

Hermann Löbbert und weitere Unterzeichner des Schreibens an Klimpel sprechen von einer „industriehallenmäßigen Bebauung“. Unterstrichen werde diese von einer 110 Meter langen Betonfassade längs der Grabenstiege in einer Höhe von zwölf und sieben Metern. „Wir erinnern daran, dass es sich bei uns um eine innerstädtische Wohnbebauung handelt, die bislang einen attraktiven Charakter auch für fremde Besucher hat.“ Hans Dieckmann und Achim Becker weisen deshalb besonders auf den ökologischen Wert dieses Stadtgebietes hin. „Noch vor einigen Jahren stellte die Stadt an den Gärten der Grabenstiege Informationstafeln auf, die die Bedeutung dieser Biotopflächen betonten. Jetzt sind diese Tafeln unauffindbar“, wundert sich Dieckmann.

Die Grünflächen zwischen Nordwall und Grabenstiege seien eine Oase innerhalb des Stadtkerns mit einer außerordentlichen Qualität für Mensch und Tier. Zwei Unterschriftenlisten – eine der Hobbygärtner, die andere der Interessengemeinschaft – tragen schon hunderte Signaturen. Die Nachbarn der Grabensiege und Wehrstraße begrüßen eine positive Entwicklung der oberen Rekumer Straße, aber „dieses idyllische Areal darf nicht aus dem Stadtbild verschwinden“, findet Hans Dieckmann. Er weist darauf hin, dass vier Häuser am Nordwall und zwei an der Grabenstiege abgerissen sowie 56 Bäume gefällt werden müssten. Die Bürgerinitiative fordert, an weiteren Planungsschritten sofort und umfassend beteiligt zu werden.

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