Ein Bebauungsplan für Schloss Sythen soll her

Denkmal

Die Idee des Kommunikations- und Design-Büros „Gute Botschafter“, den Firmensitz von der Stadt aufs Sythener Schloss zu verlegen, ist in der vergangenen Woche vom Förderverein abgeschmettert worden. Dennoch wird jetzt ein Bebauungsplan für das Gelände am Stockwieser Damm erarbeitet.

SYTHEN

, 23.06.2017, 06:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Bebauungsplan für Schloss Sythen soll her

Schloss Sythen im Sommer

Das geschieht jedoch nicht vor dem Hintergrund, trotz der Absage seitens des Fördervereins, den Weg für eine Ansiedlung des Kommunikations- und Designbüros frei zu machen. Der Bebauungsplan soll vielmehr die Grundlage sein, um weitere Nutzungen und neue bauliche Anlagen als Ort dörflicher und städtischer Aktivitäten rechtlich abzusichern, teilt die Stadt mit.

Der Förderverein wird möglicherweise erster Nutznießer sein. Denn er möchte einen Wintergarten an den Festsaal anbauen. Über die Aufstellung eines Bebauungsplanes entscheidet der Ausschuss Stadtentwicklung/Umwelt am 29. Juni (Donnerstag). Die Bauabsichten des Halterner Unternehmens Gute Botschafter stehen in der Sitzung nicht zur Debatte. „Es sei denn, eine Partei stellt in der Sitzung einen entsprechenden Antrag“, erklärte Stadtsprecher Georg Bockey auf Nachfrage. Grundsätzlich könne zu allen Tagesordnungspunkten einer Sitzung (Ausschuss- oder Ratssitzung) Anträge gestellt werden. Auch, wenn es dazu keine Beschlussvorlagen in der entsprechenden Sitzung gebe. Die Stadt könne sich aber grundsätzlich im Rahmen der öffentlichen Bürgerbeteiligung ein Mitwirken des Halterner Büros an der Gestaltung des B-Planes vorstellen.

Auf jeden Fall sollen die umfangreichen Abstimmungen mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises, die im Vorfeld wegen der gewünschten Bebauung getroffen wurden, in die Planungen einfließen.

Michael Buttgereit, Geschäftsführer der Guten Botschafter, betonte auf Nachfrage der Halterner Zeitung noch einmal, dass er nicht im Konflikt mit dem Förderverein stehe. „Ich kann die Interessen des Fördervereins voll verstehen. Darum wollen wir ja mit unserem Anliegen und Engagement eine Gemeinsamkeit herstellen zum gegenseitigen und erweiterten Nutzen und darüber hinaus für die Sythener und Halterner“, sagte er. Der Förderverein und die Guten Botschafter wünschten sich in gleicher Weise eine Klarheit vonseiten der Stadt und des Rates.

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Eine Entscheidung gegen das Projekt würde Konsequenzen bezüglich des zukünftigen Unternehmensstandortes der Guten Botschafter haben, so Michael Buttgereit. „Ich hoffe noch immer auf einen konstruktiven Prozess, der auch unseren langen Atem und unsere Geduld würdigt.“

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