Ein schöner Tag für Lavesum

LAVESUM „Einfach schön“ – Die Worte der Redner wiederholten sich. Alle waren begeistert vom Ergebnis der Neugestaltung des Dorfplatzes.

von Von Ellen Adam

, 22.06.2008, 13:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum 85. Geburtstag wünschte sich Heinrich Stockhofe eine Bereicherung für den Dorfplatz. Die Vereine setzten ihm eine deutsche Eiche, deren Plakette durch Karl Seine, Schützenkönigin Beatrix und König Bernd feierlich entfüllt wurde. Da Heinrich Stockhofe zurzeit im Krankenhaus liegt, nahm Sohn Hubert (r.) die Wünsche entgegen.

Zum 85. Geburtstag wünschte sich Heinrich Stockhofe eine Bereicherung für den Dorfplatz. Die Vereine setzten ihm eine deutsche Eiche, deren Plakette durch Karl Seine, Schützenkönigin Beatrix und König Bernd feierlich entfüllt wurde. Da Heinrich Stockhofe zurzeit im Krankenhaus liegt, nahm Sohn Hubert (r.) die Wünsche entgegen.

Der bietet am Fuße der Antoniuskirche für Lavesum eine attraktive Fläche der Begegnung. Das zeigte am Samstag bereits die feierliche Einweihung, die mit einem Gottesdienst unterm Fallschirmhimmel begann.

Kleinod in der Mitte des Dorfes

Die Ballonseide quittierte Bürgermeister Bodo Klimpel allerdings mit besorgtem Blick und der Vermutung, man könne sich jetzt eventuell so etwas noch als Dauereinrichtung wünschen. Da liegt die Stadtspitze sicher nicht falsch, denn die Gemeinde möchte das Kleinod in der Mitte des Ortes beständig eingebunden wissen im Veranstaltungsangebot. Pfarrer Berthold Engels und Heinz Meusener, Sprecher der Vereine, fand entsprechende Worte.

Finanzspritze

Auch Dieter Brall, der als Vertreter der Bezirksregierung Münster kam, deutete das Loch in der Mitte der Pflasterung als Mittelpunkt vieler Gelegenheiten der Geselligkeit und den seidenen Himmel als Schutz. Dass es überhaupt zur Umgestaltung und Neuanlage des Platzes kam, ist dem langen Atem des CDU-Ortsverbands und dessen Vorsitzenden Josef Hovenjürgen MdL zu verdanken, der die örtlichen Vereine mit ins Boot holte und beständig in Münster auf einer Finanzspritze aus dem ILEK-Topf beharrte.

Bob, der Baumeister

Bürgermeister Bodo Klimpel ließ durchblicken, mit welchem Nachdruck auch die Verwaltung vor Ort war. Und er bedankte sich vor allem für mehrere Hundert geleistete Arbeitsstunden der Lavesumer Bürger, die den monetären Anteil der Stadt am Projekt weitestgehend ersetzten. Vor allem „Bob, der Baumeister“, Albert Gerding, der wochenlang Materialfluss und Arbeitseinsatz koordinierte und ständig dafür sorgte, dass sechs bis sieben Mann pflasterten, mauerten, schaufelten, galt sein besonderer Dank. Karl Seine, Dieter Beer und Hubert Kleine Hohmann waren nicht minder beteiligt.

Kein Sonnensegel

Ein „Himmel“ oder Sonnensegel – wie wohlweislich von Baudezernent Wolfgang Kiski bei seiner Planung bereits angedacht – steckt im Moment aus finanziellen Gründen nicht drin. Aber: Der Platz lebt und verbindet Ortsrand mit Ortskern – und Blasmusik und MGV kamen auch beim Gottesdienst unter freiem Himmel wieder einmal zum Zuge.

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