Eine Einigung ist noch nicht in Sicht

Neubau auf dem Schlossgelände

Anfang des Jahres hat sich die Projektgruppe Schloss Sythen, die sich mit der eventuellen Nutzung der Schlossanlage durch das Unternehmen "Gute Botschafter" beschäftigt, zum zweiten Mal ausgetauscht. Dabei ging es vorrangig um den Standort für einen Neubau auf dem Gelände. Weil es in der Sitzung aber zu keiner Annäherung der verschiedenen Interessen kam, hat der Förderverein Schloss Sythen seine Vorstellungen noch einmal in einem Brief an Bürgermeister Bodo Klimpel untermauert.

SYTHEN

, 29.02.2016, 17:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Einigung ist noch nicht in Sicht

Schloss Sythen

Aus Sicht der Ehrenamtlichen, die das Gebäude seit 20 Jahren restaurieren und auch das Gelände pflegen, kommt allein ein Standort im südlichen Teil der Anlage (eine Fläche, die sich in einigen Metern Entfernung rechts neben dem großen Saal befindet) infrage. Dagegen möchte das Kommunikationsbüro Gute Botschafter seinen neuen Firmensitz entweder in nördlicher Richtung auf dem Grundriss des ehemaligen Herrenhauses (links neben dem Torhaus) oder in östlicher Richtung in Verlängerung der Terrasse des großen Saals errichten. Diese beiden Alternativen lehnt der Förderverein ab und wird dabei von weiteren Sythener Vereinen und Organisationen unterstützt, darunter sind der Schützenverein und der CDU-Ortsverein Sythen.

"Gewerbebetrieb passt nicht"

Details aus der Stellungnahme an die Stadt nannte der Förderverein nicht. Was der Vorstand insgesamt von den Plänen hält, machte gestern Wilhelm Haverkamp auf Anfrage deutlich: "Aus unserer Sicht passt ein Gewerbebetrieb nicht auf das Gelände von Schloss Sythen." Der Vorsitzende des Fördervereins machte in diesem Zusammenhang noch einmal auf die mehr als 40000 Arbeitstunden aufmerksam, die von den Freiwilligen seit 1996 geleistet wurden, um aus der maroden Bausubstanz das heutige Schmuckstück Schloss Sythen zu machen. Michael Buttgereit, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Gute Botschafter, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Erweiterung möglich

Die SPD-Fraktion hat ebenfalls an den Bürgermeister geschrieben. Sie erwartet von der Stadt eine möglichst kurzfristige Prüfung, ob der vom Förderverein favorisierte Standort baurechtlich zu verwirklichen ist und ob die Belange des Denkmal- und Wasserschutzes gewahrt bleiben. Die Stadt teilte gestern auf Anfrage mit, dass eine bauliche Erweiterung auf dem Schlossgelände grundsätzlich möglich ist. Bisher aber seien die Pläne für eine weitere Prüfung zu wenig konkret. Bei der Einigung auf ein Projekt müsse dieses auf jeden Fall mithilfe eines Bebauungsplanes abgesichert werden.

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