Eine Erfolgsstory im Osten - Dahlhoff Feinkost

Halterner Wirtschaft

HALTERN Während die Zusammenarbeit anderer Halterner Betriebe mit dem Markt in der früheren DDR kein Happyend nahm schreibt das Unternehmen Dahlhoff Feinkost immer noch weiter an einer Erfolgsstory.

von Von Silvia Wiethoff

, 14.10.2009, 18:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Firmengründer Christiane und Alfons Dahlhoff legen größten Wert auf Qualität der produzierten Lebensmittelprodukte.

Die Firmengründer Christiane und Alfons Dahlhoff legen größten Wert auf Qualität der produzierten Lebensmittelprodukte.

Die „Brigade Lehnstedt“ mit fünf Fahrern und ebenso vielen Fahrzeugen hat sich für Seniorchef Alfons Dahlhoff zur problemlosesten Betriebsstelle entwickelt, die völlig autark arbeitet. Jede Woche werden 20 t Lebensmittel und mehr vom Standort bei Weimar aus verteilt. Die Lieferungen gelangen bis Berlin und Bayreuth, bis ins Erzgebirge und nach Kassel.

Als Alfons Dahlhoff im Januar 1990 bei einem privaten Besuch in Halle erste Kontakte in einem Fleischereigeschäft am Straßenrand knüpfte, war diese Entwicklung nicht abzusehen. Wenige Tage später kehrte er mit einem Lieferwagen zurück, präsentierte eine Auswahl seiner Feinkostprodukte und staunte: „Ich kam mir vor wie im Zoo. Den Menschenauflauf können Sie sich nicht vorstellen.“ Der Landmetzger bestellte aus dem Stand heraus 500 kg Fisch- und Feinkostsalate, Dips & Co.

„Das machen wir schon wegen der Plasteschalen“, erinnert sich Alfons Dahlhoff noch heute gern an die Antwort auf seine Nachfrage, ob es für ein so großes Kontingent auch genügend Nachfrage gebe.

„Es war wie Äpfelpflücken“, beschreibt der Unternehmer die nächsten Kapitel seiner Erfolgsstory. Nach Halle eroberte er Leipzig, dann schlossen sich auch die großen Genossenschaften in Weimar und Dresden seinem Betriebssystem an. Innerhalb von zwei Monaten belieferte Dahlhoff sämtliche der damals existierenden rund 30 Einkaufs- und Liefergenossenschaften der Fleischer. Bis heute versorgt er das gesamte Gebiet der ehemaligen DDR.

Auch nachdem die Goldgräberstimmung im Osten verebbte, hielt Dahlhoff sein Engagement in Ostdeutschland aufrecht. 1993 kaufte er eine heruntergekommene Halle im kleinen Lehnstedt bei Weimar und baute diese zu einem modernen Auslieferungslager aus. Trotz Wirtschaftskrise entstehen gerade neue Kapitel der Dahlhoff- Erfolgsstory und der Firmenchef ist überzeugt: „Wir werden den Osten nie aufgeben.“

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