Sebastian Höhnerhaus (l.) und Pascal Sparenberg steuern die DRLG-Drohne. © Jürgen Wolter
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Eine neue Drohne hilft der DLRG Haltern, Leben zu retten

Als eine von vier Ortsgruppen bundesweit nimmt die DLRG Haltern an einem Drohnenprojekt des Bundesverbandes teil. Die Drohne eröffnet völlig neue Einsatzmöglichkeiten.

Sie ist bis zu 70 Stundenkilometer schnell, darf bis zu 120 Meter aufsteigen und hat eine Reichweite von fünf Kilometern: Mit einer neuen Drohne erweitert die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) Haltern ihre Einsatz- und Rettungsmöglichkeiten.

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Neue Drohne für die DLRG Haltern

„Bei einem Spendenaufruf des Bundesverbandes der DLRG kamen 26.000 Euro zusammen“, berichtet Sebastian Höhnerhaus, der zusammen mit Pascal Sparenberg das Halterner Drohnenteam bildet. „Davon wurde fünf Drohnen angeschafft, von denen eine beim Bundesverband blieb und vier an die Landesverbände verteilt wurden. Für den Bereich West haben wir in Haltern den Zuschlag erhalten.“

Gute Einsatzmöglichkeiten in Haltern

Die Standorte wurden nach Einsatzkonzepten und Anwendungsgebieten, sowie den lokalen Einsatzstrukturen ausgewählt. Das Engagement im Wasserrettungsdienst und Katastrophenschutz der Ortsgruppe Westfalen und die Einsatzgebiete am Halterner Stausee und am Silbersee II führten dazu, dass Haltern ausgewählt wurde.

Sebastian Höhnerhaus demonstriert die Drohnen-Steuerung.
Sebastian Höhnerhaus demonstriert die Drohnen-Steuerung. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Verbunden mit der Zuteilung ist ein Bildungsauftrag: Die Halterner müssen Schulungen anbieten, in denen Mitglieder anderer Ortsverbände an den Drohnen geschult und ausgebildet werden. „Nach vier Jahren wird ein Resümee des Projektes gezogen“, sagt Sebastian Höhnerhaus.

Die Drohne wird in Haltern im stationären und mobilen Wasserrettungsdienst eingesetzt. Dies kann zum Beispiel eine Vermisstensuche sein. Aus der Vogelperspektive lässt sich viel schneller und umfassender ein Überblick über die Lage gewinnen. Mit Hilfe einer Wärmebildfunktion ermöglicht es die Drohne, sogar Körper im Wasser anhand des Wärmebildes zu lokalisieren.

Lautsrecher und Scheinwerfer können zugeschaltet werden

„Die Drohne gibt einen wesentlich besseren Überblick. Vom Boot an der Wasseroberfläche spiegelt sich der Himmel im Wasser, von oben kann man metertief unter die Wasseroberfläche schauen“, sagt Pascal Sparenberg.

Ein Lautsprecher kann zugeschaltet werden, mit dem eine verunfallte Person angesprochen werden kann. Auch ein Scheinwerfer für Nachteinsätze gehört zum Equipment.

Drohne im Anflug auf das Seebad.
Drohne im Anflug auf das Seebad. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

„Die Technik erlaubt uns außerdem, das Bildmaterial live auf größere Monitore vor Ort zu übertragen, so dass sich auch ein ganzer Einsatzstab direkt ein Bild von der Lage machen kann“, informiert Sebastian Höhnerhaus. Ein integriertes Warnsystem sorgt dafür, dass die Drohne nicht mit anderen Flugkörpern kollidiert.

Die Ortsgruppe Haltern freut sich über die Erweiterung ihrer Einsatzmöglichkeiten. „Wir stellen die Drohne auch der Feuerwehr und anderern Rettungsdiensten zur Verfügung, sie ist bei der Kreisleitstelle als Einsatzeinheit gemeldet“, sagt Sebastian Höhnerhaus, der hofft, dass die Drohne einerseits bei Einsätzen gute Dienste leistet und andererseits möglichst selten benötigt wird.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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