Elektronische Gesundheitskarte enthält alle Daten

Post der Krankenkasse

Es ist so weit. In diesen Tagen flattert den Krankenversicherten Post auf den Tisch: Acht Jahre nach dem Beschluss zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sollen sie nun die neue Karte bekommen.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 14.10.2011, 16:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über eine Rücklaufquote von rund 70 Prozent freuen sich Barmer-GEK, Knappschaft, AOK und Techniker Krankenkasse (TK). Die ersten Karten sind bereits in Gebrauch. Die Rückmeldungen waren überaus positiv, melden die Kassen. „Fragen drehten sich um die technische Handhabung“, teilt Beate Hanak (TK) mit. In einer Übergangsphase behält jeder seine „alte“ Karte, bis alle Ärzte, Psychotherapeuten und Krankenhäuser mit neuen Lesegeräten ausgestattet sind. „Sie bleibt parallel zur neuen eGK gültig und sollte beim Arztbesuch immer dabei sein“, erklärt Barmer-Chef Jörg Groerters. Zunächst werden die Karten mit Adresse, anderen Grunddaten und dem Foto des Versicherten ausgegeben. „Das Foto beugt Missbrauch und Verwechslungen vor“, so Beate Hanak. Die Krankenkassen bieten zur Übermittlung des Fotos verschiedene Möglichkeiten an: Foto auf den Kartenantrag aufkleben und im Rückumschlag per Post zurückschicken, digitales Foto im Internet hochladen, mit dem Mobiltelefon per MMS versenden.

Einige Krankenkassen bieten „Fototermine“ in der Geschäftsstelle an oder kooperieren mit Fotografen. Die neue eGK ist technisch so ausgestattet, dass sie viele Funktionen übernehmen kann: zum Beispiel Speicherung von Arztbriefen, Diagnosen und chronische Krankheiten, medizinische Notfalldaten wie bestehende Vorerkrankungen oder Allergien, Hinweise auf Patientenverfügungen und Organspendeerklärungen. Ob und welche Möglichkeiten man nutzt, entscheidet jeder selbst. Später soll der elektronische Arztbrief kommen, mit dem Ärzte Daten auf sicherem Weg austauschen können. Die Informationen über Befunde aus dem Labor, Arztbriefe, Röntgenbilder oder verordnete Medikamente sollen die Behandlung verbessern, Reibungsverluste verhindern und Kosten sparen. Doppeluntersuchungen sollen so vermieden werden.

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