Nach dem Jahreswechsel gehen die Arbeiten zur Glasfaserkabel-Verlegung unter anderem am Stockwieser Damm weiter. © Jürgen Wolter
Glasfaserausbau

Endspurt: Der Glasfaserausbau in Haltern geht in die Schlussphase

Im Mai soll der Ausbau des Glasfasernetzes in Haltern abgeschlossen sein. Schnelles Internet ist dann auch in den Randgebieten der Stadt buchbar.

Bis alles fertig ist, werden rund zwei Jahre vergangen sein: Im April 2019 begann der Ausbau des Glasfasernetzes in den Randbereichen von Haltern, den sogenannten „Weißen Flecken“. Zuvor hatte die Deutsche Glasfaser für den Anschluss im Innenstadtbereich gesorgt. Im Mai 2021 sollen jetzt auch die Arbeiten in den Ortsteilen abgeschlossen werden.

Der Ausbau in den Halterner Randgebieten betrifft rund 1000 Anschlüsse mit 1500 Haushalten. Finanziert wird er im gesamten Kreis Recklinghausen über eine Förderung des Landes NRW und des Bundes in Höhe von insgesamt 68,35 Millionen Euro. Der Kreis Recklinghausen hatte die Fördermittel beantragt.

Vier Ausbau-Cluster in Haltern

Der erste Spatenstich erfolgte im April 2019. In den vier ausgeschriebenen regionalen „Losen“ sind die Deutsche Telekom, die den Ausbau auch in Haltern übernimmt, und die Gelsennet AG die ausführenden Unternehmen.

„Die Telekom hat das Ausbaugebiet in Cluster unterteilt, von denen vier, nämlich die Cluster 1, 8, 9 und 10 in Haltern liegen“, sagt Gunther Albrecht von der Wirtschaftsförderung der Stadt Haltern.

Im Cluster 1 (vorrangig im Bereich Sythen) sei der Ausbau inzwischen abgeschlossen, so Albrecht. Gearbeitet wird noch in den anderen Clustern, die Arbeiten haben nach der Pause um den Jahreswechsel jetzt wieder begonnen.

„Das Cluster 8 umfasst einen sehr großen Bereich von Flaesheim über die Siedlung Overrath und Hullern bis Lavesum und Lünzum“, so Gunther Albrecht.

Spülbohrungen am Stockwieser Damm

Hier wurde nach Neujahr im Bereich des Stockwieser Damms mit Spülbohrungen für die Kabelverlegung begonnen. Zum Cluster 9 gehören Eppendorf, der Tannenberg und Zum Büning, Cluster 10 umfasst die Siedlungen Mersch, Kusenhorst und einzelne Anschüsse westlich der Granatstraße.

Im Dorf Flaesheim bleibt eine Lücke, weil dort bei Antragstellung auf die Fördermittel ein Ausbauangebot eines anderen Anbieters vorlag, was ein Ausschlusskriterium für die Förderfähigkeit darstellte. Da dieser Ausbau dann aber nicht erfolgte, blieb dort noch ein „weißer Fleck“ zurück.

Auch die Jugendherberge wird jetzt angeschlossen

Im Zuge der jetzigen Arbeiten soll aber beispielsweise auch die Halterner Jugendherberge endlich den Anschluss ans schnelle Internet erhalten, dessen Fehlen bisher dort vor allem die Buchungen für Tagungen und Seminare verhinderte.

„Die Arbeiten werden aller Voraussicht nach im Mai abgeschlossen“, sagt Gunther Albrecht. „Zumindest gibt es von der Telekom bisher keine Meldungen über mögliche Verzögerungen, es heißt, man liege im Zeitplan.“ Vielen Bürgern brennt das Thema gerade in Zeiten von Home-Office und Home-Schooling besonders unter den Nägeln.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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