Coronavirus

Enkeltrick & Co.: Die Polizei warnt vor Betrug in der Corona-Pandemie

Nach der Kassenärztlichen Vereinigung warnt auch die Polizei vor Betrügern, die aus der Coronakrise Kapital schlagen wollen. Auch online lauern Gefahren.
Betrugsversuche in der Corona-Pandemie © Polizei - Gerd Altmann

Die Polizei warnt vor Betrugsmaschen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Kriminelle nutzten die Verunsicherung der Menschen rücksichtslos für Betrügereien aus. „Dabei treten sie als Behördenmitarbeiter oder erkrankte Angehörige auf und fordern Geldzahlungen. Aber auch online lauern Gefahren“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zu den neuesten Tricks zähle, dass betrügerische Anrufer die Corona-Impfstoffe bekannter Hersteller am Telefon verkaufen wollen. Auch Haustürgeschäfte mit dem vermeintlichen Impfstoff seien nicht auszuschließen. „Es gibt keinen Impfstoffverkauf auf dem freien Markt.

Die aufgebauten Impfstrukturen bestehen aktuell ausschließlich aus Impfzentren, mobilen Teams zur Versorgung in Alten- und Wohnheimen und Impfungen des Krankenhauspersonals. Der Verkauf von Impfstoff am Telefon oder an der Haustür ist daher unseriös“, macht die Polizei deutlich.

Neue und alte Maschen werden ausprobiert

Ebenso komme auch der altbekannte „Enkeltrick“ während der Corona-Pandemie zum Einsatz: Die Betrüger geben sich bei dieser neuen Masche als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert haben und nun im Krankenhaus liegen. Sie benötigten auf Grund ihrer Erkrankung dringend Geld für die Behandlung oder teure Medikamente. Da sie selbst im Krankenhaus liegen, könnten sie nur einen Boten schicken, der das Geld oder auch die Wertsachen abholt.

Die Polizei schildert außerdem Fälle, in denen sich Betrüger an der Haustür als Ärzte oder medizinisches Fachpersonal ausgegeben hätten, die angeblich einen Corona-Virentest durchführen müssen. Dadurch erlangten sie Zutritt zur Wohnung, lenkten die Opfer ab und stahlen dann Geld und Wertsachen.

Im Internet seien Fake-Shops aufgetaucht, über die medizinische Geräte, Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken zu ungewöhnlich günstigen Preisen gegen Vorkasse angeboten werden. Die bestellten Produkte würden im Anschluss jedoch nie geliefert.

Betrügereien rund um die Soforthilfen

Ebenso seien auch diverse Betrugsversuche im Rahmen der Beantragung von Corona-Soforthilfe bekannt geworden. „Mit zielgerichteten Mails an Firmen versuchen Betrüger, auf die Empfänger bezüglich einer nicht berechtigen Auszahlung der Corona-Soforthilfe einzuwirken.

Dabei ist es möglich, dass die Täter gefälschte Kontoverbindungen angeben, auf welche zu viel oder unrechtmäßig gezahlte Corona-Soforthilfe zurücküberwiesen werden soll. Die dabei verwandte Mail-Adresse corona-zuschuss@nrw.de.com ist ein Fake“, so die Polizei.

Aufgrund der gehäuften Fallzahlen klärt die Polizei aktuell verstärkt über den Schutz vor Betrug im Zusammenhang mit der Pandemie auf. Ob die Betrüger auch schon in Haltern Opfer gefunden haben, kann die Polizei allerdings nicht sagen. Die Statistik sei nicht auf das Stichwort Corona ausgelegt, erklärte der Sprecher der Polizeibehörde Recklinghausen.

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