„Erinnern, wozu?“ - Realschule lädt mit Aktionstag zum Gedenken an Holocaust-Opfer ein

Holocaust-Gedenktag

Die Realschule will an die Opfer der NS-Diktatur erinnern und lädt Schüler und Interessierte deshalb für den 27. Januar (Montag) zu einem Aktionstag in die Schule ein.

Haltern

12.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Erinnern, wozu?“ - Realschule lädt mit Aktionstag zum Gedenken an Holocaust-Opfer ein

Die Schüler der Alexander-Lebenstein-Realschule gedenken wieder der Opfer der NS-Diktatur. © Kevin Kindel

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das von den Nationalsozialisten unter Adolf Hitler eingerichtete Konzentrationslager Auschwitz. 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog diesen Tag zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt – zum Gedenken an die Millionen Juden, Roma, Sinti, Kriegs- und politischen Gefangenen, die die Nazis in ihren Konzentrationslagern folterten, missbrauchten und ermordeten.

Unter dem Motto „Erinnern, wozu?“ gedenken die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 der Schule zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern am 27. Januar (Montag) im Rahmen eines Aktionstages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Schüler erinnern an verstorbenen Halterner Alexander Lebenstein

An diesem Tag wollen die Schüler und Schülerinnen an die einzelnen Phasen der Judenverfolgung während der NS-Zeit und die ehemaligen jüdischen Mitbürger aus Haltern erinnern, insbesondere an Halterns Ehrenbürger Alexander Lebenstein, der am 28. Januar 2010 verstarb.

Die Schule erinnert mit einer Ausstellung, die in den letzten Monaten durch Schülerinnen und Schüler der freiwilligen Waggon-AG vorbereitet wurde, an die Opfer der Verfolgung durch das NS-Regime.

In die Ausstellung werden auch Ergebnisse der Mitte Januar stattfindenden Projekttage „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ einfließen. Die Waggon AG hat Erinnerungsstationen erarbeitet, die an den Wohnorten der ehemaligen jüdischen Mitbürger aufgestellt werden, an denen kurze Berichte über die jüdischen Mitbürger präsentiert werden.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

So sieht das Programm im Einzelnen aus:

  • 8:30 Uhr: Gottesdienst in der Erlöserkirche
  • 9:15 Uhr: Gedenkmarsch durch die Innenstadt
  • 9:50 Uhr: Gedenkveranstaltung vor dem Waggon
  • Ab 10:30 Uhr: Besuch der Erinnerungsstationen und Präsentation der Ausstellung sowie der Projektergebnisse im Schulgebäude
  • 12:30 Uhr: Film „Nacht und Nebel“
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