Das erste Sommerkonzert am Schloss Sythen schreit nach einer Wiederholung

mlzSommerkonzert

Diese Veranstaltung hätte man schon eher erfinden können: Das Sommerkonzert am Schloss Sythen sorgte für eine tolle Atmosphäre. Rund 300 Gäste waren am Sonntag da.

Sythen

, 15.07.2019, 11:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Park von Schloss Sythen „lustwandeln“, guter Musik zuhören, ein Glas Wein und leckere Antipasti genießen? Das gab es bisher nicht – bis zum vergangenen Sonntag. Da hatte der Förderverein des Schlosses zum ersten Sommerkonzert eingeladen – und konnte sich vor Besuchern kaum retten.

Immer wieder mussten die Organisatoren Stühle und Bänke auf den Platz hinter dem Torhaus des Schlosses schleppen, so groß war der Andrang. Mindestens 300 Besucher fanden sich im Lauf des Nachmittags ein.

Eine zündendende Idee

Die Idee zu der neuen Veranstaltung hatte Bärbel Farwick vom Förderverein Schloss Sythen. „Wir brauchen ja immer Spenden für unsere zahlreichen Aktivitäten“, sagte sie im Gespräch. „Da kam ich auf die Idee, es mal mit dem Konzert zu probieren.“

Und die Idee zündete. In dem Pianisten Paul Weidekamp, der in Sythen auch schon das Treppenhaussingen musikalisch begleitet hatte, fand sie einen Mitstreiter, der die musikalische Leitung des Sommerkonzerts übernahm.

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Sommerkonzert am Schloss Sythen

Weidekamp ist in unterschiedlichen musikalischen Genres zu Hause, von Klassik bis Jazz und Pop reicht sein Repertoire. Und so gelang es ihm, mehrere Musiker als Mitstreiter zu gewinnen, die ebenfalls in beiden musikalischen Bereichen heimisch sind, unter anderem die vielseitige Sängerin Diane Eisenhawer, den Schlagzeuger Jürgen Ostermann, den Gitarristen Hagen Frankenhoff oder den Saxofonisten Dr. Stefan Maus. Auch seinen Sohn Benjamin konnte Paul Weidekamp als Klarinettisten gewinnen. Ursula Wohlfahrt führte mit Erläuterungen durchs Programm, stellte sowohl die beteiligen Musiker als auch die Stücke vor, die gespielt wurden.

Barock, Klassik und Moderne

Im ersten Teil stand Klassik im Mittelpunkt. Auf die Sarabande von Georg Friedrich Händel folgten weitere Werke des Barock-Komponisten, an die sich zwei Stücke von Johann Sebastian Bach anschlossen. Hier konnte Diane Eisenhawer im Ave Maria ihre gesanglichen Qualitäten unter Beweis stellen.

Es folgten Werke von Schumann, Schubert und Brahms bevor die Besucher die leckeren Köstlichkeiten vom Scampi-Lachsspieß bis zur Tomate-Mozarella-Kreation probieren konnten.

Im zweiten Teil des Konzerts standen dann Jazz- und Bossa-Nova-Standards im Mittelpunkt und sorgten für einen beschwingten Ausklang des Nachmittags. Die Musiker funktionierten den Torbogen des Schlosses zur Bühne um, die Zuschauer saßen davor im Halbrund und genossen die einmalige Atmosphäre des Schlosskonzerts im Schlosshof, den der Förderverein in wochenlangem Einsatz mit zahlreichen Blumenarrangements und Bepflanzungen geschmückt hat. Die tolle Atmosphäre schreit auf jeden Fall nach einer Wiederholung.

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