Meinung

Es geht eben auch anders: Abriss ist nicht immer die beste Lösung

Lebendige Arbeitsplätze, die als Orte der Kommunikation begriffen werden - so setzt sich heute die historische Glashütte zusammen. Ein Vorzeigeprojekt, wie wir finden.
Die Hülle ist historisch, der Kern innovativ: Die Glashütte Haltern hat sich zu einem attraktiven Quartier entwickelt. © Schrief

Die Glashütte lieferte einst Ware in die ganze Welt, ihr Ruhm ist aber schon lange verblasst. Doch sie ist aus gegenwärtiger Sicht betrachtet ein Ort des Erfolgs geblieben. Heute mischt sich hier eine Vielfalt unter einem Dach: Die innere Struktur lebt von einem temperamentvollen Kinderhort, von international agierendem Gewerbe, von traditionellem Handwerk, von Kunst- und Gesundheitsbranche als Ensemble mit einer ganz eigenen Philosophie.

Der fast 150 Jahre alte Industriebau entpuppt sich als ein vitales Projekt. Wohnen, leben und arbeiten unter einem Dach in bester topografischer Lage, auf der Schnittstelle zwischen pulsierendem Alltag und der Abgeschiedenheit der Natur. Das macht diesen Ort besonders. Ein Vorzeigeprojekt steht hier im respektvollen Dialog zwischen Bestand und Aufbruch.

Abriss muss nicht unbedingt die beste Lösung sein. Die Glashütte als historischer Industriebau in fast innerstädtischer Lage ist vielmehr ein schönes Beispiel dafür, wie Investitionen in alte Immobilien Werte erhalten und dennoch lukrativ gelingen können. Hier hat ein Investor ein Stück Stadtgeschichte wiederbelebt und wertschätzend seinen Beitrag zur Stadtentwicklung geleistet. Wenn jetzt noch der Wender käme und das Umfeld angepasst würde, wäre das geradezu perfekt.

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