Falschmeldung: Whatsapp-Nachricht warnt vor unseriösen Rauchmelder-Kontrolleuren

mlzWhatsApp-Kettenbrief

Zurzeit kursiert in Haltern eine Whatsapp-Nachricht, die vor dubiosen Rauchmelder-Kontrolleuren warnt. Diese seien aktuell in der Stadt unterwegs. Wir erklären, was dahinter steckt.

Haltern

, 07.11.2019, 12:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Nachricht beginnt mit dem Hinweis, man habe gerade eine interne Meldung von der Feuerwehr erhalten, die vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren warne. Diese Kontrolleure seien nicht autorisiert, sondern eine Verbrecher-Bande, heißt es in der Nachricht weiter. Man solle sie nicht rein lassen und die Polizei rufen.

Die Nachricht wird zurzeit auf Whatsapp massenhaft geteilt, auch Halterner haben sie bekommen. Die Halterner Feuerwehr erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion, dass sie keine derartige Warnung herausgegeben habe. „Wir überprüfen auch keine Heimrauchmelder“, sagt Georg Bäther von der Feuerwehr in Haltern. Weder die Feuerwehr noch eine andere öffentliche Einrichtung kontrolliere die Installation von Rauchmeldern.

Auch eine Nachfrage bei der Kreispolizeibehörde in Recklinghausen ergab, dass es aktuell weder einen Einsatz zu falschen Kontrolleuren gegeben noch dass man im Moment Anzeigen zu solchen Vorfällen bekommen habe.

Der Kettenbrief kursiert seit Jahren im Internet

Bei der Whatsapp-Nachricht handelt es sich um einen Kettenbrief, der bereits seit Jahren im Internet kursiert. Auch auf Facebook wurde er bereits massenhaft verbreitet. Der Verein Mimikama macht auf seiner Webseite darauf aufmerksam. Mimikama ist eine private Initiative aus Österreich, die über Internetmissbrauch aufklärt.

Obwohl die Polizei zurzeit in Haltern keine Kenntnisse über solche Vorfälle hat, kommt es nichtsdestotrotz immer wieder dazu, dass Betrüger sich unter einem Vorwand Zutritt zu Wohnungen verschaffen wollen.

Sollten angebliche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen von Feuerwehren oder Bauaufsichtsbehörden zur Kontrolle der Rauchwarnmelder in privat genutzten Wohnräumen vorstellig werden, seien Zweifel an dieser Verfahrensweise berechtigt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Ministeriums für Bauen und Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, des Verbandes der Feuerwehren und des Landeskriminalamtes NRW.

Die Polizei rät grundsätzlich dazu, keine unbekannten Personen in das eigene Haus bzw. die Wohnung zu lassen.
  • Informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Rufnummer 110 über den Sachverhalt.
  • Notieren Sie bei einem Anruf die angezeigte Rufnummer in Ihrem Telefondisplay.
  • Wenn Sie Opfer einer solchen Straftat geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.
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