Meinung

Ferno-Aus: Immobilienbesitzer und Stadt müssen rasch miteinander reden

Das Modehaus Ferno in Haltern ist zum Jahresende Vergangenheit. Es schließt. Eigentümer und Stadt sind nun ganz besonders gefordert. Ein Kommentar.
Das Modehaus Ferno schließt zum Jahresende. © Jürgen Wolter

Die gute Nachricht zuerst. Der Eigentümer des Modehauses Ferno in Haltern, Peter Hovenjürgen, ist nicht insolvent. Er muss den Standort nicht zwingend schließen. Allerdings will der 63-Jährige in den Ruhestand gehen und dann finanziell abgesichert sein. Da die Zukunftsperspektiven im Einzelhandel gerade nicht rosig sind, wollte er nicht länger das Aus für das bekannte Modegeschäft hinausschieben.

Was aus Sicht Hovenjürgens nachvollziehbar ist, ist für die Mitarbeiter, von denen einige viele Jahre in dem Bekleidungsgeschäft tätig waren, eine bittere Nachricht. Da helfen auch Bekenntnisse der Geschäftsführung zu Bonuszahlungen nur wenig.

Die Stadt hat damit zum Jahresende ein weiteres Geschäfts-Aus zu beklagen. Nach Muttergottesstiege, Mühlenstraße und Merschstraße reiht sich dann die Lohausstraße in die Liste der Leerstände ein. Das wird sich auch auf die benachbarten Läden wie Takko, dm und Hammer auswirken. Ohne Ferno werden die Kundenzahlen dort zurückgehen.

Peter Hovenjürgen, der jahrelang von den Einkäufen der Halterner profitierte, deutet neue Ideen für die künftige Nutzung der Ferno-Fläche an. Bei der Umsetzung sei er aber auf die Mitwirkung der Stadt angewiesen, sagt er. Es sollte beiden Akteuren – Stadt und Immobilienbesitzer – bewusst sein, dass sie in der Pflicht sind, das Gelände am Rande der Stadt neu zu beleben. Es ist höchste Zeit, ins Gespräch zu kommen.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.