Flussmeister hat die Lippe immer im Blick

FLAESHEIM „Die Lippe wird immer schöner“, sagt Günter Cremer. Als Flussmeister überwacht er 46 Kilometer dieses 220 Kilometer langen Flusses.

von Von Elisabeth Schrief

, 11.06.2008, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flussmeister Günter Cremer.

Flussmeister Günter Cremer.

Schon am 1. Januar 2007 teilte der Lippeverband den weitläufigen Dorstener Bezirk, der von Selm bis Wesel reichte, auf: Für die Inspektion des Lippelaufes zwischen Selm und Marl-Brassert ist seither Günter Cremer zuständig.

Sieben Mitarbeiter

Am Mittwoch stellte der Lippeverband ihn und seine Arbeit im alten Bauhof Flaesheim direkt am Ufer der Lippe vor. Seinen Stützpunkt hat der gelernte Wasserbauer auf der Kläranlage Haltern-Mitte am Lippspieker. Sieben Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Handwerksberufen sind ihm unterstellt.

Vielfältige Aufgaben

Das Aufgabengebiet des Flussmeisters und seines Teams ist bereit gefächert. „Ich liebe diese Vielseitigkeit“, sagt Günter Cremer über seinen Beruf. Der Flussmeister ist zum Beispiel zuständig für die Kontrolle der Deiche in Ahsen und Lippramsdorf, die Instandhaltung der Hochwasserschutzanlagen oder für die Natur- und Kulturpflege. „Ich habe die Lippe immer im Blick.“

Ständige Herausforderungen

„Günter Cremer und seine Mitarbeiter arbeiten in einer ständigen Herausforderung“, bestätigte Pressesprecher Michael Steinbach. Stolz ist Günter Cremer auf das Schwarzpappelbeet in Flaesheim. Angezogen hat er die Bäume in Zusammenarbeit mit dem Kreis, die ersten wurden an der Stevermündung angepflanzt. Pflanzen, die er im Uferbereich der Lippe gar nicht mag, sind die  Herculesstaude und die Ambrosie. Sie können schwerste Hautverbrennungen oder Allergien auslösen und werden deshalb beseitigt.

Lippetouristen

Lippetouristen beobachtet Günter Cremer viel, sieht ihr Verhalten aber nicht immer gern. Wenn sie Zäune zu Anlagen überklettern oder an der Lippe ihren Müll hinterlassen, ärgert er sich. Günter Cremer kennt die Lippe, seit er zwei Jahre alt ist. Damals zog er mit seinen Eltern von Aurich nach Flaesheim, mittlerweile wohnt der 40-Jährige in Hamm-Bossendorf. Dass der längste Nebenfluss des Rheins eine Gewässergüte von fast überall 2 hat und sich zu einem ökologisch wertvollen Refugium gewandelt hat, begeistert ihn.

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