Frank Rohles über seine Freundschaft zu Brian May

Interview

„We Rock Queen“ – die Original Band aus dem bekannten Queen-Musical „We will rock you“ gibt am 15. September (Freitag) ab 20 Uhr ein Konzert in der Aula des Schulzentrums, Holtwicker Straße 5. Gitarrist Frank Rohles spricht im Interview über die Musik von Queen, den Gitarristen der Kult-Band, Brian May, sowie über seine eigene Band.

HALTERN

01.09.2017, 14:59 Uhr / Lesedauer: 3 min
Gitarrist Frank Rohles (l.) kennt den weltbekannten Queen-Musiker Brian May schon seit Jahren.

Gitarrist Frank Rohles (l.) kennt den weltbekannten Queen-Musiker Brian May schon seit Jahren.

Sie haben jahrelang im Musical „We will rock you“ in Köln den Part des legendären Queen-Gitarristen Brian May als Erstbesetzung übernommen. Wann haben Sie das letzte Mal mit Brian May gesprochen?

Vor ungefähr 12 Wochen.

Worum ging es in diesem Gespräch?

Brian und ich sind seit vielen Jahren befreundet. Insofern geht es nicht nur noch um Musik bei uns. Das Gespräch drehte sich auch um viele private Themen. Sein Hobby ist Stereofotografie, damit hat er mich nun auch angesteckt. Ausschlaggebend war vor vielen Jahren der Film Avatar, von dem wir beide große Fans sind.

Schaut Brian May hin, was Sie machen, auch wenn Sie schon lange nicht mehr im Queen Musical auf der Bühne stehen?

Ja, da bestehen enge Verbindungen. Ich habe den Queen-Klassiker „Who wants to live forever“ neu eingespielt. Brian May hat sich gemeldet und für das schöne Arrangement bedankt. Er wollte mich für das Musical nach London holen, aber dafür hätte ich umziehen müssen. Ich lebe mit meiner Familie in der Eifel. Als ich für „We will rock you“ täglich auf der Bühne stand, hatte ich kaum Zeit für sie. Das ist nun besser. In London wäre das so nicht gegangen, deshalb musste ich die Handbremse ziehen. Aber Brain May weiß, dass ich mit meiner Tribute Formation We Rock Queen der Musik von Queen treu bleibe und er schätzt unsere Performance sehr.

Sie haben über 800-mal in dem Musical in Köln auf der Bühne gestanden und waren Supervisor für den Gitarristen von „We will rock you“ in Zürich und Toronto. Jetzt machen Sie Solo-Projekte und touren mit We Rock Queen. Ist es ein großer Unterschied, mit dem berühmten Musical auf der Bühne zu stehen oder mit der Tribute Show von Queen?

Nein, ich war vorher schon Tausendsassa und war auch mit meinen Solo-Projekten erfolgreich. Insofern geht es mir nicht schlechter als vorher. Ein Problem wäre, wenn der Kontakt zu Brian May und den anderen Queen-Musikern abbrechen würde. Aber so ist es ja nicht.

Was fasziniert Sie an der Musik von Queen ?

Queen ist eine der legendären und größten Rockbands der Musikgeschichte. Die Musik von Queen hat mich immer schon fasziniert. Die hohe kompositorische Qualität der Songs, die absolute Ausnahmestimme von Freddie Mercury, die einmalige Vielseitigkeit der Arrangements bis hin zu operesken Parts und für mich als Gitarrist natürlich der unnachahmliche Sound und das Gitarrenspiel von Brian May.

Arbeiten Sie auch mit anderen bekannten Musikern zusammen?

Ich bin nicht nur mit Brian May und Roger Taylor (Schlagzeuger von Queen, Anm. d. Red.) befreundet, sondern habe Kontakt mit Steve Lukather von „Toto“. Neben Brian May war er schon immer mein Held. Außerdem stehe ich in Verbindung mit dem Gitarristen von „Meat Loaf“ und „Tina Turner“. Es ist eine Gitarristen-welt, in die ich einfach hineingerutscht bin. Manchmal denke ich Wahnsinn, wie kann das alles sein?

Trotzdem bleiben Sie in der Eifel.

Ich versuche, bodenständig mit all dem umzugehen. Man muss noch die Relationen sehen. Ich will hier in Deutschland noch Dinge anpacken, die außerhalb der Bühne passieren.

Zum Beispiel?

Meine selbst konzipierte Gitarre. Ich lasse sie von einem Gitarrenbauer im Taunus herstellen. Das alles sind Dinge, die mir wahnsinnig viel Spaß machen und meine Welt bereichern.

Dann brauche ich wohl nicht zu fragen, an welchem dieser Projekte Ihr Herz am ehesten hängt?

An allem. Ich bin dankbar für dieses Leben. Meine Arbeit erfüllt mich, auch wenn ich jeden Tag 14 bis 16 Stunden arbeite. Ich kann derzeit aber viel von zu Hause machen – zum Beispiel CD-Aufnahmen. Wenn meine Kinder reinplatzen, kann ich mit ihnen eine halbe Stunde spielen. Und ich bin dankbar für Brians Vertrauen. Ich meine, der Mann hat Weltgeschichte geschrieben. Und er fragt mich nach meiner Meinung und bedankt sich danach.

Jetzt spielen Sie demnächst in Haltern am See. Was erwartet den Zuhörer?

Die Band We Rock Queen und ich haben uns dem Lebens- und Musikgefühl von Queen verschrieben und interpretieren mit Enthusiasmus das, was Freddie Mercury, Brian May und die anderen Queen-Musiker bewegte und sie geprägt hat. Unser Anspruch ist, mit dem Zuschauer immer wieder magische Momente zu erzeugen und zu erleben und einen fantastischen Abend mit den unvergesslichen Songs und Hymnen von Queen zu feiern. Und wenn ich die Begeisterung und Standing Ovation des Publikums nicht ganz falsch interpretiere, gelingt uns das immer wieder gut.

Noch gibt es für Leser der Halterner Zeitung Karten zum Vorteilspreis von 23,60 Euro. Normalerweise kosten die Karten im Vorverkauf 29,50 Euro. Erhältlich sind die Karten in der Geschäftsstelle der Halterner Zeitung, Gantepoth 10. Öffnungszeiten: mo, di, do, fr von 9–13 und 14–17 Uhr sowie mi von 9–13 Uhr. Die Bandmitglieder aus der Originalbesetzung von „We will rock you“ wurden von Brian May und Roger Taylor persönlich ausgewählt.

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