Freitag wird in der Region fürs Klima gestreikt - auch Halterner können teilnehmen

mlzGlobaler Klimastreik

Die Bewegung „Fridays for Future“ ruft am Freitag zum globalen Klimastreik auf. In Dülmen ist eine Demonstration angekündigt. Auch Halterner Bürger können sich beteiligen.

Haltern

, 18.09.2019, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis unterstützt den Streik. Unterstützer jeden Alters können an den Demonstrationen teilnehmen. In der Vergangenheit gingen hauptsächlich Schüler für das Klima auf die Straße, nach dem Vorbild Greta Thunberg. Am Halterner Gymnasium und an der Realschule ist am Freitag offiziell nichts geplant, keine Projektarbeit oder ähnliches zum Klimaschutz. Streiken dürfen Schüler während der Unterrichtszeiten nicht. „Mir ist nichts bekannt“, sagt Ulrich Wessel, Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums. Die Schülervertretung als möglicher Motor für Aktionen habe sich auch erst vor wenigen Tagen neu konstituiert. Wer für den Klimastreik dem Unterricht fernbleibe, dem würden unentschuldigte Fehlzeiten bescheinigt, sagt Wessel.

Auch an der Alexander-Lebenstein-Realschule weiß Frank Cremer nichts über eine mögliche Beteiligung seiner Schüler am Klimastreik-Tag. „Mir ist nichts gemeldet worden, es gab keine Anträge“, sagt der Schulleiter. „Es läuft schon das eine oder andere längerfristige Projekt zum Umwelt- und Klimaschutz, beziehungsweise zur Sensibilisierung für diese Themen in den Klassen“, sagt Cremer. Auch an der Realschule gelte: Wer unentschuldigt für den Klimastreik fehle, müsse Fehlzeiten in Kauf nehmen.

Arbeitnehmer müssen aufpassen

Wer als Arbeitnehmer am Klimastreik während seiner Arbeitszeit teilnehmen will, sollte das entweder in der Mittagspause tun, Überstunden „abfeiern“ oder sich freinehmen. Rechtskonform gestreikt werden kann in Deutschland nur dann, wenn der Streik einen tariflichen Zweck hat und von einer Gewerkschaft getragen wird. Politische Arbeitskämpfe sind nicht erlaubt. Es gibt aber Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Teilnahme erlauben. In den Stadtverwaltungen von Köln, Düsseldorf oder Bonn, wo die jeweiligen Oberbürgermeister aktiv zur Teilnahme am Streik aufriefen, muss man sich Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen.

Die Halterner Stadtverwaltung ist der Meinung, dass die Teilnahme am Klimastreik „Privatsache sei“, wie Sprecher Thomas Gerlach mitteilte. „Sie müssten also ausstempeln oder Urlaub nehmen.“ Das Bistum Münster unterstützt den weltweiten Aktionstag: Alle Mitarbeiter des Bischöflichen Generalvikariats, die teilnehmen möchten, könnten für diesen Zweck ihren Arbeitsplatz verlassen und somit an diesem Tag in den „Klimastreik“ treten. Nur, wenn wirklich dringende betriebliche Gründe vorliegen, sei das nicht möglich, teilte das Bistum mit.

Demos in Dülmen und Recklinghausen

Am Freitag, 20. September, beginnt die Demonstration um 10 Uhr in Dülmen auf dem Marktplatz. Auch in Recklinghausen ist eine Demonstration angekündigt, sie startet um 12 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Auf der Fridaysforfuture-Seite sind alle Orte aufgeführt.

Viele Schüler können am Freitag kostenlos mit Bus und Bahn zu den Klimastreiks von Fridays for Future anreisen. Zum zufällig gleichzeitig stattfindenden Weltkindertag am 20. September dürfen junge Fahrgäste in ganz NRW zum wiederholten Mal ohne Fahrschein Busse und Bahnen benutzen. Die Freifahrten sind in allen Zügen, Straßenbahnen und Bussen in der 2. Klasse - außer in ICEs und ICs möglich.

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