Frischer Wind für Windkraftgegner

HALTERN Eigentlich sollte die Bürgerinitiative (BI) gegen Windkraft in diesem Juni aufgelöst werden. Doch die Mitglieder um Sprecher Erich Krenz wollen nun doch weitermachen.

von Von Silvia Wiethoff

, 03.06.2008, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zweimal haben sie getagt und anschließend festgelegt, die BI bleibt in der jetzigen Form erhalten.

Urteil des OVG Münster

„Wir bedauern es sehr, dass durch das Urteil des OVG Münster der neue Windkrafterlass NRW unterlaufen wird“, begründete Krenz die Entscheidung. Der Stadt Haltern werde wohl nichts anderes übrig bleiben, als die Genehmigung für den Bau des Windrades in Bergbossendorf zu erteilen. Krenz: „Wenn die Richter eine Ortsbegehung vorgenommen hätten, wäre anders entschieden worden.“ Die Bürger in Bergbossendorf wüssten noch gar nicht, was auf sie zukommt.

Bürgerversammlung

Das geplante Windrad mit einer maximalen Höhe bis zur Flügelspitze von 135 m werde über ganz Haltern thronen, warnte Krenz. Nach der Sommerpause will die BI eine Bürgerversammlung abhalten, um über die Problematik aufzuklären. Dabei betonen die Mitglieder: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Nutzung von Windkraft.“ Sie dürfe aber den Menschen nicht beeinträchtigen. In Haltern gibt es drei Windräder. „In Holtwick haben wir so gut wie keine Beschwerden“, so Krenz. Dagegen häuften sich die Klagen an den Standorten Lavesum und Sythen-Uphusen, wo die Anwohner zum Beispiel unter dem Schattenwurf der Flügel litten. Künftig soll die BI Haltern am See auch für Mitglieder aus Dülmen offen sein.

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