Führerschein mit 17 ist ein Erfolgsmodell

Fahrlehrer zufrieden

Bereits seit einigen Jahren dürfen 17-Jährige in NRW ihren "Führerschein auf Probe" machen. Fahrlehrer Claus Brüggemann ist überzeugt von dem Modell.

HALTERN

von Von Daniel Sczekalla

, 06.03.2012, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julia Rosenau (17) macht den Führerschein mit 17 bei Claus Brüggemann.

Julia Rosenau (17) macht den Führerschein mit 17 bei Claus Brüggemann.

„Die Fahranfänger sind nur ganz minimal am Unfallgeschehen beteiligt“, erklärt Andreas Wilming-Weber, Pressesprecher des Kreises. Zwar sei die Zahl der 18- bis 24-Jährigen, die an einem Autounfall beteiligt waren, von 13 im Jahr 2010 auf 19 im Jahr 2011 gestiegen; das würde jedoch wenig Rückschlüsse auf den Führerschein mit 17 zulassen. „Die Fahranfänger sind dabei nur ein Faktor von vielen.“ Dennoch: Fahrlehrer Claus Brüggemann ist von dem Modell überzeugt. „Ein 17-jähriger Fahrschüler fährt nicht schlechter, als ein 18-Jähriger. Manche sind in dem Alter sogar reifer als manch ein 18-Jähriger.“ Wichtig sei jedoch auch, dass sich die Begleitperson entsprechend verhält. „Die Begleiter dürfen nicht ins Lenkrad greifen, sie sollen nur Hinweise geben.“ Kleine Reibereien seien da normal, in der Regel klappt es aber gut.

Für die Schüler bietet es außerdem noch weitere Vorteile: Zum einen würden viele den Führerschein lieber in der 11. Klasse machen, da sie dann weniger Stress während der Abiturzeit haben. Zum anderen könne dann auf einen extra Führerschein für 50er-Roller verzichtet werden, da die Fahrerlaubnis auch für ihn gilt – ohne Begleitperson. Julia Rosenau wird künftig von ihrer Mutter oder ihrer Freundin beim Fahren begleitet. Ein eigenes Auto will sie noch nicht.

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