Gedenkstein soll an Absturz-Opfer erinnern

Germanwings-Katastrophe

Die Gedenkstätte für die Opfer der Flugkatastrophe vom 24. März auf dem Sundernfriedhof nimmt immer mehr Form an. Am Freitag wurde der Gedenkstein angeliefert und mithilfe eines Autokrans abgeladen. Der über 3,5 Tonnen schwere Steinblock aus hellgrauem Tarngranit soll ein Schulpult symbolisieren.

HALTERN

, 04.07.2015, 00:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein 3600 Kilogramm schwerer Gedenkstein, der an die Flugzeugkatastrophe vom 24. März erinnert, ist am Freitag am Sunderfriedhof abgeladen worden.

Ein 3600 Kilogramm schwerer Gedenkstein, der an die Flugzeugkatastrophe vom 24. März erinnert, ist am Freitag am Sunderfriedhof abgeladen worden.

Die Namen der 16 Jugendlichen und der beiden Lehrerinnen sind darauf verewigt. Eingraviert wurde außerdem ein schlichtes Kreuz sowie eine Trauerschleife mit der Flugnummer und dem Datum der Tragödie. Mitarbeiter vom Granitwerk Kronach haben den Gedenkstein bearbeitet. Der Halterner Steinmetz- und Steinbildhauermeister Bernd Wirtz hatte den Kontakt zu dem Werk hergestellt.

„Uns hat die Flugzeugkatastrophe in den südfranzösischen Alpen zutiefst erschüttert“, sagt Jürgen Fischer, Prokurist des Unternehmens aus Oberfranken und für die technische Produktion verantwortlich. „Dass wir diesen Auftrag durchführen durften, erfüllt uns mit Stolz und großer Demut. Vor allem hoffen wir, dass der Gedenkstein den Hinterbliebenen hilft, ihre Trauer zu bewältigen.“

18 Zierapfelbäume

Auf der Fläche am Rande des Sundernfriedhofs bildet der Stein nun den Mittelpunkt. Die Gedenkstätte ist in Form eines Klassenzimmers angelegt. Ein Granit-Schotterband in U-Form symbolisiert die Anordnung der Schulbänke. Darum herum pflanzte die Stadt für jeden der 16 verstorbenen Schüler Zierapfelbäume, die im Frühjahr besonders schön blühen und im Herbst Früchte tragen.

Vor Kopf stehen zudem zwei Bäume in Erinnerung an die beiden Lehrerinnen. Das ganze Ensemble wird umsäumt von einer Buchenhecke.

„Nun stehen noch einige Pflasterarbeiten an, die durchgeführt werden müssen“, erklärte der zuständige Landschaftsarchitekt am Freitag. Nach den Sommerferien soll die Gedenkstätte dann von Vertretern der Stadt, der Kirche und des Joseph-König-Gymnasiums offiziell eingeweiht werden. 

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