Gegenwind für Elektroräder

HALTERN Der Bauauschuss diskutiert am 10. März die Anschaffung von Elektrofahrrädern. Doch viele sind skeptisch und glauben, dass die so genannten "E Bikes" nicht genügend nachgefragt werden.

von Von Silvia Wiethoff

, 05.03.2009, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob die Halterner Radstation am Bahnhof dem Vorbild an der Nordseeküste nacheifern wird, diskutieren die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses in ihrer nächsten Sitzung am 10. März. Die Anschaffung von „E Bikes“ könnte ein Baustein des Konzeptes für Fahrradtourismus sein, das von der SPD-Fraktion anlässlich der Varus-Ausstellung angeregt wurde. Angedacht wurde vor allem, dass die Besucher mit dem Rad zwischen den beiden Standorten der Ausstellung pendeln. Allerdings sieht es so aus, als würden die Elektroräder saftlos in ihrer Herstellerwerkstatt verbleiben. Nach Rücksprache mit dem Geschäftsführer des Caritasverbandes, Willi Grave, geht die Stadt Haltern davon aus, dass die Kunden derzeit keine Elektroräder wünschen. Problematisch seien vor allem die Anschaffungs- und Wartungkosten.

Ein zu hoher Aufwand sei auch mit der Einrichtung einer Filiale der Radstation an der Seestadthalle während der Varus-Ausstellung verbunden. Nach Auskunft von Willi Grave hätten in diesem Zusammenhang außerdem Argumente überzeugt, die vom Leiter des Römermuseums, Dr. Rudolf Asskamp, vorgetragen wurden. Danach bestehe bei der erwarteten Besucherstruktur keine ausreichende Nachfrage nach Leihfahrrädern überhaupt. Der klassische Besucher kleide sich entsprechend und komme nicht in der Radfahrhose zu den römischen Schätzen. Die Radfahrstation will aber möglichst viele Freunde von Varus, die mit der Bahn anreisen, auf sich aufmerksam machen und ihre Präsenz am Bahnhof zeigen. Dies soll unter anderem durch den Auftritt im Internet gelingen.

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