Aufwendige Sanierung - Arbeiten am Wehr an der Antoniusbrücke sorgen für Aufmerksamkeit

mlzAntoniusbrücke

Bei Arbeiten unterhalb der Antoniusbrücke am Stockwieser Damm spielen große Betonplatten eine Rolle. Wir erklären, was dort gemacht wird.

Haltern

, 13.06.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

2009 wurde die Antoniusbrücke am Stockwieser Damm (durch Straßen.NRW) mit ihrem Segmentwehr (durch die Gelsenwasser AG) für insgesamt 3,5 Millionen Euro erneuert. Jetzt ist ein Schaden an dem Bauwerk aufgetreten, der das Talsperrenmanagement des Wasserversorgers beeinflussen könnte.

„Das Wehr lässt sich nicht mehr richtig schließen“, teilte Heidrun Becker, Sprecherin bei Gelsenwasser, auf Anfrage mit. Um die Ursache zu ermitteln und weitere Sanierungsarbeiten vorzubereiten, würden deshalb Bereiche an der Antoniusbrücke trockengelegt.

An der Antoniusbrücke ist ein mächtiger Kran im Einsatz

Zu sehen ist unter anderem ein mächtiger Kran, der tonnenschweres Material bewegt. Auch Taucher wurden eingesetzt, um Dammtafeln auf Führungsschienen zu setzen, die sich permanent im Wasser befinden. Auf der Steverseite sei dies schon passiert, auf der Seeseite habe dieses Vorhaben am Dienstag noch nicht zum Abschluss gebracht werden können. Hier seien die Schienen durch Sediment verunreinigt gewesen, das nun erst abgesaugt werden müsse, erklärte Heidrun Becker. Es werde vermutlich noch einige Zeit vergehen, bis die gesamte Sanierung abgeschlossen werden könne.

Aufwendige Sanierung - Arbeiten am Wehr an der Antoniusbrücke sorgen für Aufmerksamkeit

Bei den Arbeiten kam auch ein großer Kran zum Einsatz. © Horst Lehr

Die Antoniusbrücke entstand ursprünglich Anfang der 1930er-Jahre, als auch der Stausee angelegt wurde. Vor nahezu 90 Jahren wurde das Weidegebiet im Tal der Stever und des Mühlenbachs zwischen Kiwitt und Hoher Niemen mit Wasser geflutet.

Früher arbeitete hier ein Wehrwärter

An der Einmündung der Stever am Niemen wurde die Antoniusbrücke mit Stauwehr gebaut, über welches der Abfluss zwischen See und Fluss gesteuert wird. Früher wurde der Pegel des Stausees an dieser Stelle von Anton Meilenbrock reguliert, der mit seiner Familie im Wehrwärterhaus direkt neben der Brücke wohnte.

Das Haus wurde 1996 abgerissen, aber der Name Antoniusbrücke erinnert noch immer an den Wehrwärter der ersten Zeit.

Lesen Sie jetzt