Gemeinsame Erklärung zum Kraftwerk erarbeitet

LIPPRAMSDORF Ihre unterschiedlichen Standpunkte zum geplanten Steinkohle befeuerten Kraftwerksneubau der Infracor im Chemiepark Marl brachten die CDU-Verbände Haltern und Marl auf einen Nenner. Sie erarbeiteten eine gemeinsame Erklärung, die sie symbolisch auf dem Lippedeich in der Nähe des geplanten Standortes unterzeichneten.

von Halterner Zeitung

, 24.03.2009, 07:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinsame Erklärung zum Kraftwerk erarbeitet

Die beiden CDU-Verbände haben eine gemeinsame Erklärung erarbeitet.

Wesentliche Vereinbarungen sind:

  • Die CDU begrüßt Investitionen in den Chemiestandort Marl und hat ein großes Interesse, bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und gegebenenfalls neue Arbeitsplätze zu schaffen. Sie ist an einer partnerschaftlichen konstruktiven Zusammenarbeit mit der chemischen Industrie im Sinne einer regionalen Wirtschaftsförderung interessiert.Die CDU Marl und die CDU Haltern am See haben vereinbart, im jeweiligen Konsens das Projekt städteübergreifend zu begleiten. Der Neubau des geplanten Kraftwerks wird daher von Haltern und Marl begleitet, wenn die Meinung der CDU hinsichtlich der Anpassung an den tatsächlichen Energiebedarf des Chemieparks und die Belange von Anwohnern bei der Realisierung berücksichtigt werden.
  • Vor dem Hintergrund der Gesamtleistung und des Alters der drei bestehenden Kraftwerke im Chemiepark wäre aus CDU-Sicht ein Kraftwerksneubau aber nur dann vertretbar, wenn alte Kapazitäten in nennenswertem Umfang abgebaut würden.
  • Infracor wird gebeten, in einen Dialog mit den benachbarten Städten einzutreten und Alternativvorschläge hinsichtlich Größe und Standort des Bauvorhabens zu erarbeiten.

Unterzeichnet haben das gemeinsame Papier Hubert Schulte-Kemper, Bruno Kleine Stegemann, Karl-Heinz Dargel und Franz Schrief.

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