Georg Aßmann fängt das Licht in Glasbildern ein

Ausstellung

"Licht und Leben" – so hat Georg Aßmann seine Ausstellung mit Bleiverglasungen und Fensterbildern im Könzgenhaus auf dem Annaberg genannt. Am Dienstag kamen rund 60 Besucher zur Vernissage.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 22.03.2011, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Malen, Zeichnen, Kalli- und Fotografie hat sich Aßmann schon in der Jugend beschäftigt. Angesichts der Aufgaben in Familie und Beruf sei dies 40 Jahre in den Hintergrund gerückt – als Rentner „malt“ Aßmann nun seit 15 Jahren mit Kirchenfensterglas und Überfangglas (Mehrschichtgläsern). Vor allem religiöse Motive abstrahiert Aßmann auf ihren Kern. Im Eingangsbereich des Könzgenhauses hat er etwa die Schöpfungsgeschichte Satz für Satz einfangen.

Die Deutungshoheit überlässt er allerdings lieber den Betrachtern. Eine Dame sah etwa in dem Bild „Im Anfang schuf Gott“ eine Monstranz, und erwarb es gleich darauf. Gold wird zu rot Was die Preise betrifft, weist Aßmann darauf hin, dass etwa die Hälfte für Material drauf gehe. Wer in seinem Bild „Pfingsten“ rote Flammen – oder ist es eine Taube? – von den Köpfen der Jünger aufsteigen sieht, sollte wissen, dass rote Farbe bei Glasbläsern durch den Zusatz von Gold entsteht. Der Effekt ist allerdings ebenso bemerkenswert. Aßmann berichtete von einer Ausstellung, bei der sich die Farben während des Sonnenuntergangs auf dem Boden widerspiegelten. „Keiner der Besucher hat sich getraut, darüber zu laufen. Froh war Aßmann natürlich auch am Dienstag darüber, dass das Wetter zur Ausstellungseröffnung mitspielte: „Glasbilder leben von der Sonne.“

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