Gertrud Kiski: „Gute Seele“ bei Elektro Philipps geht in den Ruhestand

mlzElektro Philipps

Sie hat 55 Jahre und drei Monate lang das Büro bei Elektro Philipps gemanagt. Jetzt verabschiedete sich Gertrud Kiski in den Ruhestand.

Haltern

, 03.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über 55 Jahre lang war Gertrud Kiski die „gute Seele“ bei Elektro Philipps in der Halterner Innenstadt. Sie hat unter drei Generationen der Inhaber gearbeitet, und immer „den Laden zusammengehalten“. Jetzt geht sie in den Ruhestand.

Angefangen hatte Gertrud Kiski am 1. April 1965. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, spezialisierte sich dann auf das Büro und die Buchhaltung. „Damals war noch August Philipps Senior mein Chef, der Großvater des heutigen Inhabers“, erinnert sie sich. Mit dem Fahrrad fuhr sie lange von Sythen ins Geschäft. Später, von ihrem Haus in der Innenstadt, war der Weg dann nicht mehr so weit.

Familiäre Atmosphäre im Geschäft

Was ihr im Betrieb gefiel, war vor allem die familiäre Atmosphäre: „Wenn es Kaffee und Plätzchen gab, dann hat der Senior-Chef die immer geteilt“, sagt sie. Ihre Arbeitgeber schätzten ihre Genauigkeit: „Wir haben ihr völlig vertraut“, sagen August und Ulrike Philipps, die in zweiter Generation das Geschäft lange führten. „Wenn Frau Kiski gesagt hat, dass irgendwo mit einer Rechnung was nicht stimmte, dann konnten wir uns immer darauf verlassen. Eine Mitarbeiterin, die so lange in einem Betrieb arbeitet, das ist ja heute eine absolute Seltenheit.“

Reisen und Fahrradtouren

Ihre Arbeitgeber schätzten aber auch ihr Engagement und ihren Einsatz. „Als ich mal auf der Treppe gestürzt war, hat mich der Chef sogar von zu Hause abgeholt. Nur rumsitzen und nichts tun, das ist nichts für mich“, sagt Gertrud Kiski.

In den letzen sieben Jahren hat sie nur noch in Teilzeit im Betrieb gearbeitet. „Deshalb ist das jetzt keine totale Umstellung“, sagt sie.

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Aber ihren Freizeitaktivitäten möchte Gertrud jetzt verstärkt nachgehen. Fahrradtouren und Urlaube auf ihrer Lieblingsinsel Sylt gehören dazu. Gemeinsam mit Ehemann Helmut kümmert sich Gertrud Kiski auch um den großen Garten ihres Hauses. Gern denkt sie auch an ihre spannende Amtszeit als Schützenkönigin der Halterner Schützengilde 1999 zurück.

„Auch nach Dubai möchte ich noch mal reisen“, sagt sie. In Corona-Zeiten verzichtet sie aber darauf. „Ich warte erstmal ab, wie sich die Lage entwickelt. Zurzeit halten wir das Verreisen für nicht so sinnvoll“, sagt sie. Der Eintritt in den Ruhestand wurde mit einem Essen in einem guten Restaurant gefeiert. Und wenn im Geschäft noch mal Hilfe benötigt wird, steht Gertrud Kiski dem heutigen Chef Tim Philipps auch in Zukunft noch zur Verfügung.

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