Grüne Energie und Fridays For Future - Schüler laden zur Podiumsdiskussion am Berufskolleg

Hans-Böckler-Berufskolleg

Fridays For Future, nachhaltige Energie und klimafreundliche Lösungen: Rund 150 Schüler waren Mitte Oktober im Hans-Böckler-Berufskolleg anwesend, als Experten Lösungsansätze präsentierten.

Haltern

26.10.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Grüne Energie und Fridays For Future - Schüler laden zur Podiumsdiskussion am Berufskolleg

Die Podiumsdiskussion am Hans-Böckler-Berufskolleg drehte sich ganz um das Thema Energie. © HBBK

Um mit Experten zu den Themen Klima, Energie und Fridays For Future ins Gespräch zu kommen, hatten die angehenden Umwelttechnischen Assistenten des Hans-Böckler-Berufskollegs Mitte Oktober zur Podiumsdiskussion „Energie - aber wie?“ in die Dependance nach Marl geladen. Drei Stunden lang hörten die 150 Schüler Fachvorträge, diskutierten mit Experten und konnten sich am Ende sogar einen Tesla anschauen.

Prof. Torsten Cziesla von der Hochschule Hamm-Lippstadt stellte in seinem Vortrag dar, dass der Energieappetit der wachsenden Weltbevölkerung weiter steigen wird und der Wechsel von den fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbarer Energien unabdingbar ist. Er stellte die Notwendigkeit sektorenübergreifender Energiesysteme dar.

Notwendigkeit für Energiespeicherung ist da

Anschließend stellte Prof. Christof Wetter, FH Münster, sein Forschungsprojekt „EnerPrax – Energiespeicher in der Praxis“ vor. Er erörterte die Notwendigkeit der Energiespeicherung für eine stabile und klimafreundliche Energieversorgung.

Dazu setzten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit den Forderungen der Fridays for Future Bewegung für die Stadt Münster auseinander und bereiteten viele Fragen zu den Themen Energiewende und E-Mobilität vor. Vertreter der Bewegungen aus Recklinghausen und Münster waren gekommen. Mathias Gößling aus Münster stellte die Forderungen von Fridays for Future für Münster vor. „Die Perspektive muss sein, dass durch eine Energiewende das Leben noch schöner wird. Durch weniger Autos in den Städten kann die Lebensqualität steigen“, so Mathias Gößling.

Sind Autos mit Wasserstofftank die Zukunft?

Im Anschluss eröffnete Schulleiter Wolfgang Großer die Podiumsdiskussion. Zur Frage, ob Wasserstoff eine Konkurrenz zur Elektromobilität darstellen kann, stellte Prof. Christof Wetter heraus, dass Wasserstoff-Fahrzeuge insbesondere von japanischen Herstellern schon serienmäßig angeboten werden. Die massenweise Verbreitung wird im Moment noch durch den hohen Wasserstoffpreis und die geringe Anzahl an Wasserstofftankstellen beeinträchtigt. Zudem müsste der angebotene Wasserstoff auch aus regenerativen Energien hergestellt werden.

Brennend interessierte Niels Thiele, angehender Umwelttechnischer Assistent, die Frage wie Elektroautos mit eigener Hauselektrik aufladbar seien und wie dies flächendeckend umsetzbar sei. Prof. Christof Wetter führte aus, dass es für die rund 42 Millionen PKWs in Deutschland nur 16 Prozent mehr Strom bedürfte, wenn alle Autos Elektroautos wären.

Die angesprochenen Lösungswege für eine klimafreundliche Energieversorgung wurden umfassend diskutiert.

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