Gut gemacht - aber intensiv

HALTERN Ein gemeinsames Winterfest mit Tanz feierten die Landwirte der Kreise Coesfeld und Recklinghausen am Samstagabend im Seehof. Viel Raum nahm traditionell die Ehrung des landwirtschaftlichen Nachwuchses ein.

von Von Ellen Adam

, 06.01.2008, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wilhelm Sißmann (l.) gratulierte den frischgebackenen Landwirte aus Haltern.

Wilhelm Sißmann (l.) gratulierte den frischgebackenen Landwirte aus Haltern.

Aus dem Kreis Recklinghausen absolvierten 14 junge Männer erfolgreich ihre Ausbildung zum Landwirt, darunter Matthias Schulte-Althoff, Christoph Stockhofe und Christian Enstrup aus Haltern. Unter den 31 Absolventen aus dem Kreis Coesfeld waren immerhin drei Frauen. 13 staatlich geprüfte Agrarbetriebswirte aus dem Kreis Coesfeld sowie zwei aus dem Kreis Recklinghausen, darunter Benedikt Hagemann aus Haltern, wurden ebenfalls geehrt.

Ehrengäste

Unter die vielen Ehrengäste mischten sich die stellvertretende Landrätin Bärbel Korun und die stellvertretende Bürgermeisterin Halterns, Renate Sauerbier. Georg Schulte-Althoff, VLF Coesfeld/Vest, führte durch den Abend und freute sich über die gute Resonanz auf den Ausbildungsberuf Landwirt. Den verband Landrätin Bärbel Korun mit einem guten Start in den Tag: "Eier, Butter und Brot aus der eigenen Region ist der beste Grundstock." Die hiesige Landwirtschaft sei ein Meilenstein in der Wirtschaft und für den Arbeitsmarkt.

Gutes Omen

Das "Jahr der Mathematik 2008" deutete WLV-Vorsitzender Friedrich Steinmann als gutes Omen für bessere Zahlen in der Landwirtschaft. "Am Schweine- und Milchmarkt wird ein Licht aufgehen." Für Frühjahr/Sommer sieht er steigende Ferkel- und damit Mastschweinpreise. Die jetzige Entwicklung bedrohe einige Betriebe ernsthaft in ihrer Existenz. Umso erfreuter zeigte er sich über den Nachwuchs, der lernen müsse, sich den veränderten Strukturen auf dem Markt zu stellen. "Weltweit und auch hier wächst die Nachfrage nach Nahrungsmitteln schneller als das Angebot." Bessere Rahmenbedingungen, etwa den bedachtsameren Umgang mit Flächenressourcen, forderte er von der Politik. Unternehmerisches Können wünschte er dem Berufsstand. Dann habe Landwirtschaft "gut gemacht, aber intensiv" eine Zukunft.

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