„Haltern-Experte“ berät: Wie man Einbrechern die Freude vermiesen kann

mlz Aktionstag der Polizei

Ungebetene Gäste will niemand in Haus oder Wohnung haben. Gegen Einbrecher gibt es Abschreckmittel. Über sie wird beim landesweiten Aktionstag „Riegel vor“ (25.10.) informiert.

Haltern

, 24.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Haltern hat es zuletzt nur wenige Einbrüche gegeben. Gründe dafür gibt es viele. Zum einen ist die Zahl der „gelungenen“ Einbrüche in den letzten Jahren konstant gesunken, wie die Polizei sagt. Zum anderen sind die Einbruchssicherungen in Wohnungen und Häusern deutlich verbessert worden. Und nicht zuletzt hat der Corona-Lockdown im Frühjahr auch sein Gutes gehabt. Einbrecher blieben zuhause - genauso wie viele Wohnungs- und Hausbesitzer.

Trotzdem gibt die Polizei den Kampf gegen Einbrüche nicht auf. Denn jeder zweite Einbruchsversuch führt leider immer noch zum Erfolg. Am Sonntag (25.10.) ruft die Polizei deshalb wieder auf zum landesweiten Aktionstag „Riegel vor“. Die Polizei dazu: „Mit Beginn der dunklen Jahreszeit sollen im Rahmen der Landeskampagne viele Bürgerinnen und Bürger erreicht und sensibilisiert werden, sich um Sicherheits-Schwachstellen in den eigenen vier Wänden zu kümmern.

Telefonische Beratung am Sonntag

Am Sonntag, 25.10., bieten die Einbruchsschutz-Experten der Polizei im Kreis Recklinghausen und Bottrop dazu eine telefonische Beratung an.“ Der für Haltern sachverständige Beamte ist an diesem Tag von 12 bis 16 Uhr in Recklinghausen zu erreichen und berät telefonisch: Polizeipräsidium Recklinghausen (02361 ) 55 - 3344 oder per Email: kriminalpraevention.recklinghausen@polizei.nrw.de

„Ein Einbruch ist für die Betroffenen sehr belastend. Dabei geht es nicht nur um den materiellen Schaden und den Verlust unersetzbarer Erinnerungsstücke. Viele quält der Gedanke, dass Fremde in privaten Dingen gewühlt haben und fühlen sich in ihrem Zuhause nicht mehr sicher“, sagt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen, Kreispolizeibehörde Recklinghausen.

Täter geben an gut gesicherten Fenstern und Türen auf

Mit oft einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen könne man es Einbrechern schwer machen und so das Risiko senken, selbst Opfer zu werden. Als nützliche und wirkungsvolle Abschreckung haben sich beispielsweise Pilzkopfbeschläge an Türen und Fenstern oder Riegeln an Kellertüren erwiesen. Kellerlichtschächte und Kellerfenster sollten zudem mit massiven, gut verankerten Gittern oder Gitterrosten gesichert werden. Die Erfahrung zeigt, dass Täter oftmals ihren Einbruchsversuch abbrechen, wenn es ihnen nicht gelingt, eine Tür oder ein Fenster binnen weniger Sekunden zu öffnen, hat die Polizei festgestellt. Mit jeder Sekunde steige für die Täter das Risiko, entdeckt zu werden.

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Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen, zu dem auch Haltern zählt, blieb 2019 fast jeder zweite Einbruch im Versuch stecken - nicht zuletzt wegen technischer Sicherungen an Türen und Fenstern. Der Versuchsanteil lag bei 49 Prozent und damit über dem Landesschnitt von 46,82 Prozent.

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