Haltern wehrt sich gegen Lockruf des Gases

Vier Suchfelder

Schauplatz ist nicht wie 1897 der kanadische Klondike-River, Schauplatz ist über 100 Jahre später das Münsterland: Unternehmen folgen dem Lockruf des Gases - in der Hoffnung, die Ausbeute vergolden zu können.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 07.03.2011, 15:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Manometer zeigt normalen Gasdruck an.

Ein Manometer zeigt normalen Gasdruck an.

Linden sagt ein Jahre dauerndes Verfahren voraus, bei dem am Ende nicht unbedingt der Erfolg der Bewerber stehen müsse. Für Haltern gilt: Zunächst einmal müssen sich die beiden Unternehmen untereinander über die von ihnen beanspruchten Claims verständigen. Schaffen sie das nicht, entscheidet die Bezirksregierung nach Leistungsstärke und Kompetenz über die beantragte Aufsuchungserlaubnis. Diese gilt für fünf Jahre, gestattet jedoch noch keine Erkundungsbohrungen. Über die einzelnen Entwicklungsschritte informiert die Bezirksregierung Arnsberg auf ihrer Internetseite.

Im Sinne des Unternehmerschutzes hatte die Bezirksregierung bislang darauf verzichtet, die zum Teil schon 2009 gestellten Anträge zu veröffentlichen. Vor dem Hintergrund der aufgeregten Debatten widersetzte sich der Regierungspräsident dem Bergrecht: Er legte die Karten auf den Tisch. RP Gerd Bollermann will auf eine stärkere Beteiligung der Bürger und die Erweiterung des Umweltschutzes im bergrechtlichen Genehmigungsverfahren drängen. Stadt und Politik tun aus Angst ums Trinkwasser alles, um das Verfahren im Keim zu ersticken. Laut Baudezernent Kiski wird die Erdgas-Suche in den nächsten Ausschuss-Sitzungen diskutiert. „Wir haben mit Gelsenwasser einen guten Verbündeten an unserer Seite. Außerdem ist es ein Glück, dass alle an einem Strang in eine gemeinsame Richtung ziehen.“  

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